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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Selbstpflücken gibt ein besseres Gefühl
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Die ersten Erdbeeren sind reif: Selbstpflücksaison hat in diesem Jahr eine Woche früher begonnen
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Selbstpflücken gibt ein besseres Gefühl

Die ersten Erdbeeren sind reif: Selbstpflücksaison hat in diesem Jahr eine Woche früher begonnen

Osnabrück (dma)
Endlich ist es so weit: Trotz der dunklen Regenwolken reifen die ersten Erdbeeren auf den Plantagen. Da viele der Anbauflächen zur früheren Ernte mit einem Vlies abgedeckt wurden, konnte die Saison dieses Jahr eine Woche früher starten. Am kommenden Wochenende beginnt schon die Hauptsaison, die voraussichtlich bis Mitte Juli dauern wird.

" Gepflückte Erdbeeren sind einfach frischer und geschmacklich besser", urteilt der zehnjährige René Mayer aus Osnabrück. Zusammen mit seinen Eltern und seinem kleinen Bruder Michel gehört René zu den ersten Selbstpflückern der diesjährigen Erdbeersaison. Familie Mayer ist keine Ausnahme. Selbstpflücken ziehen viele dem Gang in den Supermarkt vor: " Man weiß einfach, was man geerntet hat;', bringt es Renés Mutter auf den Punkt.

Ein Trend, den auch Heinz-Adolf Böckmann, Betreiber von vier Selbstpflückfeldern in Osnabrück, erkennt. " Selbstpflücken ist wieder in Mode gekommen", meint der seit 25 Jahren im Erdbeergeschäft tätige Kaufmann und Agrarunternehmer aus Melle. Die goldenen Zeiten, in denen Selbstpflücker noch ganze Kinderbadewannen mit Erdbeeren nach Hause schleppten, sind zwar vorbei. Aber vielen Verbrauchern gibt es ein gutes Gefühl zu sehen, woher ihre Früchte" kommen. Zudem sparen Selbstpflücker gegenüber dem Einkauf am Stand rund die Hälfte.

Böckmann rechnet mit einer guten Ernte. Wenig Regen und Winterfrost bekommen dem Fruchtansatz besonders gut. Neben den Selbstpflückern kommen bei ihm rund 120 Erntehelfer auf die Felder, viele von ihnen aus Polen. " Die Leistungsbereitschaft der polnischen Helfer ist einfach größer als die der deutschen", meint Heinz-Adolf Böckmann. Das sei nicht auf Faulheit, sondern auf den günstigen Umrechnungskurs von Euro in Zloty zurückzuführen. " Von dem Lohn können viele Polen im Schnitt ein halbes Jahr leben", erzählt Böckmann.

Auf den insgesamt 50 ha umfassenden Erdbeerflächen des Böckmann' schen Betriebes wird neben der Standard-Erdbeersorte Elsanta auch die amerikanische Honeoye-Erdbeere angebaut. Während sich die niederländische Elsanta vor allem fürs Einfrieren eignet, wird die Honeoye wegen ihres dunklen Fruchtfleisches eher für die Marmeladenherstellung bevorzugt. Beide Erdbeersorten eignen sich für die so genannte verfrühte Ernte.

Geöffnet haben die Böckmann' schen Selbstpflückplantagen täglich von 8 bis 19 Uhr, die Mindestpflückmenge beträgt ein Kilo pro Person.

Zur Sache

Die Erdbeere ist eigentlich keine Beere

Die Erdbeere gehört zur Familie der Rosengewächse. Was als Beere bezeichnet wird, ist der Blütenboden, der nach der Blüte rot und saftig wird. Die Walderdbeere ist hier zu Iande heimisch. Sie wurde schon in der Steinzeit wild gesammelt und im 16. Jahrhundert von Engländern und Franzosen auch in Gärten kultiviert. Um diese Zeit wurden zwei amerikanische Arten, die Virginische Erdbeere und die Chile-Erdbeere, von französischen Seefahrern aus Kanada importiert und in Europa eingeführt. Obwohl die einzelnen Erdbeer-Arten über unterschiedliche Chromosomenzahlen verfügen, lassen sie sich problemlos kreuzen. Immer größere Früchte wurden so über die Jahre erzielt. Inzwischen gibt es 13 Arten und mehr als 1000 Sorten.

NASCHEN ERLAUBT: Die Erdbeersaison im Nettetal ist eröffnet. Auch in Sutthausen, Belm und Atter locken die roten Früchtchen. Fotos: Thomas Osterfeld

SCHON IN DER STEINZEIT erfreuten sich die Menschen an Erdbeeren. Damals waren die Früchte allerdings deutlich kleiner als heute.
Autor:
dma


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