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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Gasaustritt an der Tankstelle
Zwischenüberschrift:
Explosive Zone rund um kleines Auto
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK

Was nach menschlichem und technischem Ermessen eigentlich nicht passieren sollte, trat gestern doch ein: Aus einem mit Flüssiggas betriebenen Auto trat Gas aus, das sich hätte entzünden können. Der Verkehr auf der Hannoverschen Straße wurde umgeleitet. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach Polizeiangaben nicht. Als die junge Frau aus dem Landkreis gestern Morgen um 6.34 Uhr ihren Ford Ka an der Flüssiggaszapfsäule einer Tankstelle auftanken wollte, bemerkte sie, dass unter dem Wagen etwas Gas ausströmte und auf den Boden tropfte. Als auch der Tankwart nicht helfen konnte, wurde sicherheitshalber die Feuerwehr alarmiert.

" Wir haben ständig gemessen. Rund um den Wagen bestand eine leicht explosive Atmosphäre", berichtet Feuerwehrchef Jürgen Knabenschuh. Eine Explosion des Gases sei aber unwahrscheinlich gewesen, aber es hätte durch einen Funken in Brand geraten können. Deshalb standen Berufsfeuerwehr und Feuerwehr Neustadt parat, um mit Wasser, Schaum oder Pulver sofort löschen zu können. Der Verkehr stadtauswärts wurde vor der Tankstelle in die Schweerstraße umgeleitet.

Bis 8.10 Uhr sperrte die Polizei die Hannoversche Straße stadtauswärts für den Verkehr.

Beim Betanken mit Flüssiggas gibt es mehrere Sicherheitsventile, die einen Gasaustritt verhindern sollen: am Tankstutzen, aber auch im Autotank. Die Frage, wo am Ford Ka Gas austrat, konnte schließlich der Mechaniker eines Osnabrücker Autohauses herausfinden: Unter dem Wagen war eine Leitung defekt. Als er den Schaden begutachtete, brach die Leitung völlig, sofort trat eine größere Menge Gas aus. Das aber war gut, denn jetzt reagierte das Ventil im Tank, schloss sich, und der gefährliche Spuk war vorbei. Was blieb, waren Aufräumarbeiten und das Abschleppen des Fahrzeuges in die Werkstatt. Gutachter und die Herstellerfirma sollen nun herausfinden, wie es zu dem Gasaustritt kommen konnte.

Es war nicht das erste Mal, dass in Osnabrück aus einem Fahrzeug Gas ausgetreten ist. Im August vergangenen Jahres hatte es an derselben Tankstelle bereits einen Vorfall gegeben. Damals hatte eine Saab-Fahrerin ihren Wagen mit Flüssiggas betankt. Als sie die Zapfpistole herauszog, schloss das Ventil des Autotanks nicht, und 50 Liter des brennbaren Gemisches strömten aus.

" Eigentlich sollen die mit Gas betriebenen Fahrzeuge durch mehrere eingebaute Ventile sicher sein. Aber auch hier gibt es wohl ein Restrisiko", so das Fazit von Feuerwehrchef Knabenschuh.

Aus der Gefahrenzone zieht der Feuerwehrmann den Automechaniker, der unter dem Fahrzeug das Leck gesucht hat. Nach einem kurzen, heftigen Gasaustritt schloss dann allerdings das Tankventll von selbst.

Foto: Jörn Martens

Fahren mit Autogas

Flüssiggas ist auch als Autogas oder LPG (Liquified Petroleum Gas) bekannt. Wie Erdgas ist es eine umweltschonende Alternative zum Benzinantrieb.

Flüssiggas ist ein Propan- und Butangemisch, das bei der Verarbeitung von Rohöl als Nebenprodukt gewonnen wird.

Fast alle Fahrzeuge mit Benzinmotor kann man auf Gasbetrieb umrüsten. Neben dem bestehenden Benzintank wird dabei ein Gastank in das Auto eingebaut, der Antrieb ist umschaltbar von Gas auf Benzin. Die Kosten betragen etwa 2500 Euro. Rechnet man den im Vergleich zum Benzin günstigeren Preis hinzu, sind die Umrüstkosten bei einer Leistung von jährlich 30 000 Kilometern nach zweieinhalb Jahren eingefahren. Auch die Umwelt profitiert vom Autogas. Dieser Kraftstoff ist fast schwe feifrei, und die Verbrennung erfolgt fast ohne Ausstoß von Ruß. Schadstoffe wie Kohlendioxid oder Stickoxid treten vermindert auf. In den vergangenen Jahren stieg die Zahl der Autogastankstellen auf 1500.
Autor:
d.


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