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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
41 Prozent Grünfläche sind nicht mehr als reine "Augenwischerei"
 
Zerstörung wird vorangetrieben
Zwischenüberschrift:
Zum Artikel "Bauen am grünen Finger: Darf man das?" (Ausgabe vom 7. Oktober).
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Es ist nicht nachvollziehbar, ein Erholungsgebiet mit grüner Fläche, Ackerland und Baumbewuchs einer Wohnansiedlung zu opfern. Eine Ansiedlung weiterer Familien innerhalb der Stadtgrenzen Osnabrücks ist erstrebenswert und neben anderem auch ein Auftrag an die Kommune, doch nach Veröffentlichung des Abzugs britischer Kasernen in etwa drei Jahren muss es für jeden Entscheidungsträger in der Kommunalpolitik klar sein, dass dadurch viele hundert Wohnungen leer stehen werden und ein enormes Potenzial an Wohnobjekten auf den Miet- und Eigentumsmarkt in Osnabrück drängt. Hier sollten sich die Verantwortlichen frühzeitig Gedanken machen, Planer und Politiker gemeinsam mit entsprechenden Fachleuten schon heute Konzepte entwickeln, welche gezielt die frei werdenden Objekte schnell an den Kunden bringen und einer drohenden Ghettoisierung oder einem langjährigen Leerstand mit all den bekannten Nebenerscheinungen entgegenwirken. Im Gegensatz hierzu erwägen die Städtebauer, ein weiteres herrliches Fleckchen Grün unseres Stadtgebietes in Hausbau und Asphalt umzuwandeln. Die Attraktivität der »Umwelt-Stadt" wird weiter verlieren und das Risiko einer Verelendung durch Leerstand unzähliger Wohnobjekte deutlich höher."

Helmut Körte
Hunteburger Weg 154
Osnabrück

Zerstörung wird vorangetrieben

" Wer sich diese Pläne anschaut, wird schnell erkennen, dass hier ein Baugebiet mitten , im' grünen Finger geplant ist, wodurch letztlich seine Zerstörung vorangetrieben wird. Dieses Areal ist Teil eines großflächigen Naherholungsgebietes für die Stadtteile Dodesheide, Sonnenhügel, Gartlage, Widukindland und Schinkel. Bei einem Blick auf den Stadtplan wird jedem schnell deutlich, welche Bedeutung diese innerstädtische Naturfläche für die Lebensqualität in unserer Stadt hat, die nur über wenige größere Grünflächen verfügt. Dem Sieger-Entwurf wird zugute gehalten, dass ein Anteil Von 41 Prozent Grünfläche erhalten bleibt. Augen wischerei: Umzäunte Kleingartenparzellen, ökologisch wertlose Rasenflächen, ständig durchtrennt von betonierten Zufahrtswegen für hunderte von Garagen, die auch auf diesem Gelände entstehen werden, können nicht als " Erhalt" von Naturlandschaft deklariert werden. Der Finger werde nur " angeknabbert" heißt es weiter. In Wirklichkeit werden sich drei massive Wohnblockriegel in die Naturlandschaft bohren und den grünen Finger fast durchtrennen.

Die abgewählte CDU / FDP-Regierung leitete durch die Veränderung des Flächennutzungsplanes die Zerstörung eines schönen innerstädtischen landschaftsre-servates ein. Herr Fip stellte sich als heimlicher CDU-OB zum wiederholten Male an die Spitze eines solchen umstrittenen Planungsverfahrens.

Und ähnlich wie bei der schweren Beeinträchtigung des grünen Fingers Burenkamp hat er es sehr eilig und will mit diesem Baugebiet " schnell an den Markt kommen". Wer soll das noch verstehen, wenn zeitgleich 1500 Britenwohnungen in besten Wohnlagen frei werden? Bei einer ungünstigen Entwicklung werden diese größtenteils leer stehen oder sich zu sozialen Brennpunkten entwickeln, während gleichzeitig mit 450 neuen Wohneinheiten innerstädtische Naturlandschaft zerstört wird."

Burkard Gronemeyer
Ziegelstraße 16
Osnabrück

Ein Leserbrief ist eine persönliche Meinungsäußerung des Verfassers. Anonyme Zuschriften werden nicht veröffentlicht. Unsere E-Mail-Adresse lautet: leserbriefe@ neue-oz.de
Autor:
Helmut Körte, Burkard Gronemeyer


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