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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wo läuft die Hase beim Jahrhundertregen über?
Zwischenüberschrift:
Stadt zeigt im Internet, was überschwemmt wird
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück (hmd)
Die Regenfälle der vergangenen Tage waren noch gar nichts: Wenn die Stadt plant, gilt das " 100-jährige Regenereignis" als Maßstab. Wie hoch die Hase bei einer solchen Sintflut ansteigt, lässt sich jetzt auf einer Computersimulation im Internet unter www.osnabrueck.de ablesen. Und zwar so exakt, dass jeder Grundstückseigentümer daraus seine Schlüsse ziehen kann.

Osnabrück befindet sich in einer " komfortablen Situation", sagt Garsten Werges vom Fachbereich Grün und Umwelt. Im Oberlauf der Hase gibt es nur wenig versiegelte Flächen, und Auen bilden natürliche Überschwemmungsgebiete. So sind Katastrophen wie an der Elbe und Oder eher unwahrscheinlich. Dennoch bliebe das Szenario nicht ohne Folgen: Das Kloster zur Heiligen Anbetung am Hasetor oder der Kindergarten an der Turnerstraße stünden rund 30 Zentimeter unter Wasser. Ebenso würden Keller an der Stüvestraße volllaufen. Auch Berechnungen für ein 250-jähriges Ereignis liegen vor. Im Hafen würde das Wasser dann auch Bereiche überschwemmen, die beim 100-jährigen Ereignis weitgehend schadlos blieben. Der Fledder würde hingegen auch in diesem Fall verschont.

Gebäude reichen oft bis ans Ufer

Auch in Osnabrück haben die Schäden durch das Elbehochwasser die Diskussion über den Hochwasserschutz neu angefacht. Für Hase, Nette, Düte und Belmer Bach setzte die Bezirksregierung Weser-Ems im vergangenen Jahr das gesetzlicheÜberschwemmungsgebiet, das bis dahin von 1908 stammte, neu fest. Laut Verordnung sollen die Bereiche von neuer Bebauung freigehalten werden. " Mittlerweile ist das Bewusstsein geschärft", stellt Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs Grün und Umwelt, fest. In das gesetzliche Überschwemmungsgebiet ist die Hase auf ihrem Lauf durch Osnabrück nicht eingeschlossen. Schließlich könnten hier keine Flächen freigehalten werden, da die Gebäude oftmals bis direkt an die Ufer gebaut wurden.

In früheren Zeiten galt die Devise, dass das Hochwasser schnell durch die Stadt abgeleitet werden müsse. " Wenn die Wassermassen zu groß sind, funktioniert der Schutz natürlich nicht mehr", sagt Gerdts. Auch die Kapazitäten der 100 Regenrückhaltebecken mit einem Gesamtvolumen von 475000 Kubikmetern reichten dann nicht mehr.

Umso notwendiger ist ein Gefahrenabwehrplan für Hochwasser und Überschwemmung. Bei Großbränden und Bahnunfällen ist die Logistik Sache der Feuerwehr, bei Hochwasser nicht. In Zukunft soll ein Stab " Außergewöhnliche Ereignisse" zusammen mit Fachleuten der Fachbereiche Grün und Umwelt sowie Bürger und Ordnung, den Stadtwerken, dem Technischen Hilfswerk und der Polizei installiert werden, der im Fall der Fälle die Koordination übernimmt. Die städtischen Stellen bieten auch Privatleuten ihre Hilfe an. So gibt die Feuerwehr Tipps, wie Betroffene ihr Eigentum schützen können.

Fotountertitel:

EINE SEENLANDSCHAFT würde beim Jahrhunderthochwasser zwischen Turnerstraße und Stüvestraße entstehen. Schraffiert ist hier die simulierte Überschwemmung, die rechnerisch einmal in 250 Jahren auftritt. An der Turnerstraße, mitten im " See", plant die Stadt übrigens ein Baugebiet.
Autor:
hmd


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