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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
"Wer nicht dabei ist, steht im Dunkeln"
Zwischenüberschrift:
Neue Weihnachtsbeleuchtung in der Großen Straße - Trittbrettfahrer werden ausgebremst
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. " Etwas mehr Zeitgeist" versprach Fritz-Peter Rabe, als er im vergangenen Jahr den Vorsitz der Werbegemeinschaft Große Straße übernahm. Außerdem sagte der Chef von Leder Rabe " Trittbrettfahrern" den Kampf an. Diesen Ankündigungen folgen jetzt Taten: Bei der Weihnachtsdekoration der Großen Straße bleibt fast nichts beim Alten.

Wenn im Laufe dieser Woche überall in der City die (vor) weihnachtlichen Lichter angehen, werden die Osnabrücker zwei altbekannte Deko-Elemente in der Großen Straße, der Georgstraße und am Jürgensort vergeblich suchen: beleuchtete Girlanden und große Weihnachtsbäume.

" Die Krahnstraße hat weit über Osnabrück hinausgestrahlt" Andreas Fohs, Werbegemeinschaft

Stattdessen soll Osnabrücks zentrale Einkaufsstraße in sattem Gelb und festlichem Rot erstrahlen. " Die einzelnen Häuser werden farbig beleuchtet", erläutert Rabe. Die Werbegemeinschaft habe sich die Dienste des Georgsmarienhütter Lichtkünstlers Thorsten Vorkefeld gesichert. Auf Wunsch zaubere dieser auch Streiflicht-Effekte und Sternenapplikationen auf die Fassaden.

Außerdem sollen vor den Geschäften Pyramidenleuchten mit echten Kerzen aufgestellt werden. Weihnachtliche Dekorationen auf den Vordächern und Lichterketten in den Straßenbäumen runden das stark modernisierte Gesamtbild ab, das nach den Worten Rabes den Anspruch Osnabrücks untermauern soll, hinter Hannover über Niedersachsens zweitbeliebteste Fußgängerzone zu verfügen.

Rabe macht aber auch keinen Hehl daraus, dass die Werbegemeinschaft noch eine weitere Zielsetzung verfolgt: Anders als bei den Girlanden, deren weihnachtliches Licht gnädig auf Zahler wie Nicht-Zahler herunterschien, sei nun genau erkennbar, wer sich an den nicht unerheblichen Kosten für die Dekoration beteiligt - und wer andere für sich mitbezahlen lässt

" Wer nicht dabei ist, steht im Dunkeln", bringt es Rabe auf den Punkt. Denn vor allem mit den Zentralen der Filialisten habe die Kaufmannschaft oft ihre liebe Not. " Die sprechen gar nicht mit uns", ärgert sich der Interessenvertreter " Es sind viele richtig Große, die auf dem Trittbrelt mitfahren"

Bleibt zu Weihnachten also ein großer Teil der Innenstadt dunkel? Rabe setzt auf späte Einsicht. " Kurz Entschlossene bekommen noch eine Chance", versichert er. Beleuchter Vorkefeld habe vorsorglich genug Scheinwerfer bereit gelegt.

Ganz neu ist das Konzept der weihnachtlichen Illumination von Gebäuden in Osnabrück im Übrigen nicht. Die Altstadtfassaden der Krahnstraße werden in diesem Jahr bereits zum vierten Mal in buntes Licht getaucht. Dass die Große Straße nun den gleichen Weg geht, stört Werbegemeinschaftssprecher Andreas Fohs nicht im Geringsten. " Wenn jemand mit gutem Beispiel vorangeht und andere es aufnehmen - warum nicht?"

Das Beispiel Krahnstraße habe im Übrigen nicht nur bis zur Großen Straße gestrahlt, sondern weit über Osnabrück hinaus« " Nach zwei Tagen stand der Kulturdezernent der Stadt Bielefeld auf der Matte", erinnert sich Kohs. " Wir waren mal wieder Trendsetter"

Allerdings seien auch die angestrahlten Fassaden keine Sache für die Ewigkeit: " Irgendwann läuft sich ein Trend auch mal tot", glaubt Fohs. So hat sich der Nikolaiort in diesem Jahr bereits wieder von der Illumination verabschiedet. Auf dem Platz steht seit dem Wochenende ein großer Weihnachtsbaum. Geschmückt werden soll er ganz traditionell.

In festliches Rot wird die Fassade von Fritz-Peter Rabes Ledergeschaft in der Weihnachtszeit getaucht. Die von ihm geleitete Werbegemeinschaft Große Straße setzt m diesem Jahr erstmals auf eine moderne Illumination. Tannenbaume und Girlanden wie auf dem Archivfoto rechts sind hingegen passe. Fotos: Uwe Lewandowski, Gert Westdörp (Archiv)

Kontrastprogramm beim Weihnachtsshopping

Von modern bis klassisch: Unterschiedliche Deko-Konzepte in der City

ack OSNABRÜCK. Unterschiedliche Straßen, unterschiedlicher Schmuck: Die Entscheidung der Kaufleute an der Großen Straße, in diesem Jahr auf eine moderne Form der Beleuchtung m setzen, besehenden Kunden ein Einkaufserlebnis voller Kontraste.

Johannis-Straße: Anders als die Große Straße setzt die südlich angrenzende Einkaufsmeile ganz auf Tradition. " Da sind wir konservativ", sagt Michael Oppermann von der Interessengemeinschaft südliche Innenstadt. An den Eingängen werde erneut der Leuchtschriftzug " Johannisstraße" angebracht. Der Fußgängerzonenbereich soll darüber hinaus komplett mit Girlanden erleuchtet und jeder Laternenmast mit einem kleinen Weihnachtsbaum dekoriert werden. Seine achte Auflage erhält der kleine Weihnachtsmarkt an der Johanniskirche.

Kamp-Promenade: ' Same procedere as last year", zitiert Centermanagerin Nicole Schmidt den TV-Silvesterklassiker " Dinner for One". Also alles wie im letzten Jahr: amerikanisch angehaucht mit leuchtendem Rentierwald, roter Lichterwelle und einem 13 Meter hohen, geschmückten Tannenbaum.

Nikolaiort: Nach drei Jahren, in denen die Häuserfassaden illuminiert waren, geht es zurück in Richtung Tradition. Die Besucher erwarte " ein besonders schöner, großer Weihnachtsbaum mit opulentem traditionellen Schmuck", berichtet Mathias Kayser von der Werbegemeinschaft Nikolaiort. Außerdem seien " kleine Events" mit Blechbläsern und einem Gospelchor geplant. Krahnstraße: Die Kaufleute der Altstadt bleiben bei dem Konzept der beleuchteten Fassaden. Die benachbarte Lortzingstraße schließt sich erneut an. Es soll auch wieder Weihnachtshäume geben, kündigt Andreas Fohs von der Werbegemeinschaft Krahnstraße an " einige weniger, dafür aber größere und schönere'*.

Weihnachtsmarkt: Der in zwei Wochen beginnende Besuchermagnet kommt ganz traditionell daher Damit keiner aus der Reihe tanzt und mit extravaganten Lichtspielen das Gesamtbild stört, schreibt die Stadt per Satzung vor, mit welcher Lichtfarbe und - stärke die Buden beleuchtet werden. Lotter Straße: Auch die Einkaufsmeile am Westerberg bleibt mit geschmückten Weihnachtsbäumen und leuchtenden Sternen bei einer klassischen Dekoration. " Außerdem gibt es in den Geschäften kleine weihnachtliche Giveaways wie Schokotäfelchen", verrät Armin Hampel von der dortigen Interessengemeinschaft.
Autor:
Arne Köhler


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