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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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"Mit so trivialen Dingen kann man sich keinen Namen machen"
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Eine Zuschrift zu unserem Bericht: "Wüste: In der Grundschule regnet es durch", Ausgabe vom 23. April
Artikel:
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Originaltext:
" Mit so trivialen Dingen kann man sich keinen Namen machen"

Eine Zuschrift zu unserem Bericht: " Wüste: In der Grundschule regnet es durch", Ausgabe vom 23. April

" Warum denn in die Ferne schweifen? Das Gute liegt uns oft so nah. Das Schlechte aber auch. So z.B. die Tatsache, dass es in der Grundschule Wüste durchregnet. Anstatt sich nun mit solchen nahe liegenden Themen, die einer umgehenden Beseitigung bedürfen, zu befassen, beschäftigen sich unsere Stadtmütter und - väter lieber mit Zukunftsvisionen, wie z.B. der Buga 2015 / 175 Millionen oder neuerdings mit der abgespeckten Version der Grünen (10 Millionen Euro). Und der Fachdienst Hochbau hat offenbar in letzter Zeit auch nie diese Schule Inspiziert bzw. nach Konfrontierung mit diesem Problem über einstweilige Sofortmaßnahmen nachgedacht. So schwebt dieser Fachdienststelle nur ein neues, leicht geneigtes Flachdach' vor, dessen baldige Finanzierung in keiner Weise gesichert ist.

Ja, Investitionen, das ist seit fünf Jahrzehnten das Thema in den Rathäusern, Unterhaltung und Sanierung weniger. Ein Reparaturstau wurde bereits bundesweit Mitte der 80er Jahre bekannt. Ein Gutachten von Fachleuten besagte damals, dass für die sachgerechte Unterhaltung kommunaler Gebäude - insbesondere Schulen - 1, 2 Prozent des aktuellen Gebäudezeitwertes im Schnitt aller Haushaltsjahre zur Verfügung zu stellen ist. Die Praxis sah damals anders aus - und heute leider auch noch. Denn: Mit so trivialen Dingen wie Dachsanierung o.Ä. kann man sich keinen Namen machen, kann man sich nicht verewigen in den Stadtannalen. Lieber neue Museen bauen - in Osnabrück allein drei Stück in zwei Jahrzehnten.

Wenn sich unsere Stadtmütter und - väter mit allgemeiner Gebäudesanierung auch so intensiv befassen würden wie mit den leidigen Nebentätigkeiten des OPG-Bosses Eilighaus, dann wäre schon viel gewonnen.

Warten wir' s ab, was bis zur nächsten Kommunalwahl alles noch passiert."

Wilfried Meyer-Koop
Schwanenburgstraße 74
Osnabrück
Autor:
Wilfried Meyer-Koop


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