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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
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Neues Institut im Haus Sandkühler
Zwischenüberschrift:
European Legal Studies Institute der Uni Osnabrück- Umbau beginnt 2006
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Originaltext:
Neues Institut im Haus Sandkühler

European Legal Studies Institute der Uni Osnabrück- Umbau beginnt 2006

Von Frank Henrichvark

Osnabrück (fhv)
Wenn in der kommenden Woche ELSI, das neue " European Legal Studies Institute" aus der Taufe gehoben wird, dann hat Wissenschaftsminister Lutz Stratmann ein honoriges Patengeschenk im Gepäck: Für insgesamt mehr als 7, 5 Millionen Euro wird das frühere Möbelhaus Sandkühler in der Süsterstraße erworben und zum Seminargebäude umgebaut.

Das ehemalige Möbelhaus Sandkühler steht seit Jahren leer. Jetzt hat das Land Niedersachsen über den Landesliegenschaftsfonds die Immobilie mit 2500 Quadratmeter Nutzfläche erworben. Der Umbau ist für das Jahr 2006 vorgesehen und eröffnet für das ohnehin aufstrebende ELSI eine überraschende Perspektive.

" Sehr spartanisch, mit gerade mal 300 Büchern" sei er einmal im Jahr 1981 gestartet, berichtet Prof. Christian von Bar über das damalige Institut für Internationales Privatrecht. Mittlerweile stehen in seiner Institutsbibliothek an die 70 000 Bände. Und aus den Anfängen wird in der nächsten Woche ELSI, das European Legal Studies Institute, einer der viel beschworenen " Leuchttürme" im Bereich der Uni Osnabrück.

Es ist ein ehrgeiziges und weit gefasstes Bestreben: Das European Legal Studies Institute (ELSI) der Universität Osnabrück überwindet die hergebrachte Trennung von öffentlichem Recht und Privatrecht, es bietet unter einem Dach europäisches Privatrecht und europäisches öffentliches Recht mit dem gemeinsamen Schwerpunkt der Rechtsvergleichung.

Am kommenden Montag, 25. April, findet die feierliche Eröffnung des Institutes am Heger-Tor-Wall 12 statt. Prof. Dr. Ninon Colneric, Richterin am Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften, wird dabei einen Vortrag zur Rolle der Rechtsvergleichung in der Praxis des Europäischen Gerichtshofes halten.

In seinen zwei Abteilungen weist das Institut vier Lehrstühle in den Bereichen Deutsches Bürgerliches Recht, Europäisches und Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung, Deutsches und Europäisches Verwaltungsrecht, Deutsches öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht auf.

Hervorgegangen ist ELSI aus den Instituten für Europarecht und Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung. Initiatoren waren der Osnabrücker Rechtswissenschaftler Prof. Christian von Bar und Prof. Jens-Peter Schneider, die weiteren Lehrstühle sind mit den Professoren Oliver Dörr, LL.M. (Lond.) und Martin Schmidt-Kessel besetzt.

50 Mitarbeiter aus 14 Nationen, 35 Doktoranden hat das Institut heute, unter den bisherigen Absolventen sind mindestens fünf Staatssekretäre und weitere hochrangige Ministerialbeamten - in Brüssel und über den ganzen europäischen Kontinent verteilt. Dazu Prof. Christian von Bar: " Wir arbeiten an dem großen Traum einer gesamteuropäischen harmonisierten Rechtsgrundlage."

ELSI soll deshalb zu einer der wichtigsten juristischen Forschungseinrichtungen in Europa avancieren. Es verfolgt auf rechtsvergleichender Grundlage einen gemeineuropäischen Forschungsansatz, an dessen Ende die Fragen nach der Koordinierung und Harmonisierung der über 25 Jurisdiktionen und des Gemeinschaftsrechts in Europa stehen.

EINEN NEUEN EIGENTÜMER hat das seit Jahren leer stehende Möbelhaus Sandkühler an der Süsterstraße gefunden. Für über 7, 5 Millionen Euro soll hier ein Uni-Seminargebäude für die Juristen entstehen.
Foto: Gert Westdörp
Autor:
Frank Henrichvark


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