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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Wüste: In der Grundschule regnet es durch
Zwischenüberschrift:
Für Sanierung fehlt einstweilen das Geld
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wüste: In der Grundschule regnet es durch

Für Sanierung fehlt einstweilen das Geld

Osnabrück (mlb)
Die Eltern von Schülern der Grundschule " In der Wüste" sind empört: Seit einiger Zeit tropft es durchs Dach, das Gebäude nimmt Schaden, und es riecht modrig. Jetzt ist auch noch das Licht im ersten Stock ausgefallen - eine Folge der Nässe, meinen die Eltern. Doch Bitten an das Schulamt, den Schaden zu beheben, hätten bisher kaum gefruchtet, sagen sie.

Beim Betreten der Pausenhalle bietet sich ein merkwürdiges Bild: Unter einem der Oberlichter ist eine Plastikfolie gespannt, aus der es leise tropft. Darunter steht ein Papierkorb aus Kunststoff, um die Wassertropfen aufzufangen. Auf der Folie hat sich eine dunkle, undefinierbare Schmierschicht gebildet. " In der Folie lebt ein Molch", erzählt Barbara Kuhlmann von der Elternvertretung. Aber es geht nicht um zoologische Besonderheiten, sondern um einen reibungslosen Schulbetrieb.

Beim Elternabend Eimer aufgestellt

In einer Klasse im ersten Stock sind vier Eimer aufgestellt, um tropfendes Wasser aufzufangen. Die Tische von Jasmin Tuz und Philipp Beckmann sind auseinander geschoben: " Jasmin hat sonst Tropfen abgekriegt", sagt Angelika Selker, deren Sohn ebenfalls in die Klasse geht. Die Tropfen landen nun im dort aufgestellten Papierkorb.

Dass es in der Schule feucht sei, sei den Eltern seit einem halben Jahr bekannt. " Wie schlimm es ist, merkten wir letzte Woche beim Elternabend", sagt Selker. Während der Besprechung habe es ständig getropft, und die Klassenlehrerin habe die Eimer immer wieder an die entsprechenden Stellen geschoben. In den Ferien sei sie in die Schule gefahren, um die Eimer auszuleeren, berichtet Angelika Selker.

Barbara Kuhlmann und Angelika Selker berichten, die Schulleitung habe das Schulamt eingeschaltet: " Es war mehrfach jemand hier, um den Zustand anzusehen, passiert ist aber kaum etwas", beschweren sie sich. Sie fordern eine Untersuchung des Gebäudes auf Pilzsporen und eine Komplettsanierung des Daches.

Er wisse grundsätzlich um das Problem an der Schule, " so weit im Detail ist mir das aber nicht bekannt", sagt Wilfried Klein, der Leiter des Fachdienstes Hochbauten der Stadt. Derzeit würden verschiedene Sanierungsmöglichkeiten durchgespielt. Die kostengünstigste Methode - ein leicht geneigtes Flachdach - werde jedoch durch den Grundriss des Gebäudes verhindert.

Im Juni sollen die Sanierungspläne im Schulausschuss vorgestellt werden. Dann folge die öffentliche Ausschreibung der Sanierung und nach Klärung der Finanzierung ihre Umsetzung. Ob das Dach in den Sommerferien saniert wird, steht noch nicht fest. Das richte sich nach den Finanzen, sagt Wilfried Klein vom Fachdienst Hochbauten.

NACH JEDEM REGEN TROPFT ES: Philipp und Jasmin aus der Grundschule " In der Wüste" müssen aufpassen, dass sie nicht nass werden.
Fotos: Gert Westdörp

DAS DACHFENSTER ALS BIOTOP: In dem feuchten Milieu soll sich ein Molch eingenistet haben.

Autor:
mlb


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