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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Das lange Leben einer Baustelle
Zwischenüberschrift:
Gerhart-Wessell-Straße: Seit zwei Jahren werden hier Rohrleitungen verlegt
Artikel:
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Originaltext:
Das lange Leben einer Baustelle

Gerhart-Wessell-Straße: Seit zwei Jahren werden hier Rohrleitungen verlegt

Schölerberg (tw)
Hartmut Bruns ist sauer. Direkt vor seiner Haustür befindet sich seit zwei Jahren eine Baustelle. Die Gerhart-Wessell-Straße, an der er lebt, ist nach Kanalbauten mehrere Male geteert und wieder aufgerissen worden. Warum, weiß er nicht. Er weiß nur, dass die Kosten für die Baumaßnahmen stetig steigen.

Dass neue Rohrleitungen unter der Gerhart-Wessell-Straße verlegt werden mussten, ist für Hartmut Bruns verständlich. Auch dass er als Anlieger laut dem niedersächsischen Kommunalabgabengesetz und der städtischen Satzung dazu verpflichtet ist, sich mit 75 Prozent an den Kosten der Baumaßnahmen zu beteiligen, ist für den Schulleiter des Ernst-Moritz-Amdt-Gymnasiums kein Grund zum Nörgeln. Auch von den vielen störenden Kleinigkeiten will er gar nicht erst anfangen. " Fenster putzen oder Autowaschen brauchen wir nicht mehr. Für eine kurze Zeit ist das in Ordnung, aber über einen langen Zeitraum ist das unerträglich", sagt Bruns.

Ihn wurmt die mangelnde Koordinierung der Stadt und der Stadtwerke, die den Bau gemeinsam durchführen. Doch Jürgen Schmidt vom Fachbereich Straßenbau sagt: Koordinationsschwierigkeiten gibt es nicht nur an der Gerhart-Wessell-Straße. Die Verzögerungen dort seien entstanden, weil es Probleme in der Planung gegeben habe. Auf die zwischenzeitliche Teerung der Straße hätte aber nicht verzichtet werden können, da damit der Verkehrsfluss hergestellt worden sei. Diese Maßnahme wird so gehandhabt, da sich viele Anwohner von Baustellen unter anderem über den dortigen Schotter beschwert haben.

Dies hätte Hartmut Bruns gern vorher gewusst. Ihm und seinen Nachbarn ist mitgeteilt worden, dass sie die Wege zu ihren Garagen neu legen könnten. Die Höhe würde dann angeglichen werden. Nachdem aber die Straße wieder aufgerissen wurde, passten die Einfahrten nicht.

Ein weiteres Problem, das Kosten und Ärger verursacht hat, ist, dass durch die Kanalbauten Wasser in die Keller der Bewohner von der Jellinghausstraße bis zur Bozener Straße gelaufen ist. Bruns vermutet, dass ein Haarriss in der Sohle des Hauses durch die Arbeiten in der Straße entstanden ist. Als er bei den Stadtwerken angerufen hat, ist ihm gesagt worden, er hätte Drainagen legen müssen, damit das Wasser um sein Haus läuft. " Woher soll ich das wissen? Warum weist keiner darauf hin, dass durch die Arbeiten Probleme entstehen können?", fragt er. Vom Tiefbauamt sei ihm später gesagt worden, er hätte 1959, als sein Schwiegervater das Haus gebaut hat, schon Drainagen legen müssen. " Da fühlt man sich verarscht", sagt er deutlich.
Wer das alles bezahlen soll, weiß Hartmut Bruns nicht. Er hätte sich jedoch gewünscht, dass er mehr Informationen bekommen hätte und durch eine bessere Koordination der Arbeiten Kosten eingespart worden wären.

SCHWER ZU TRAGEN hat Ingo Herlitzius. Er wohnt an der Gerhart-Wessell-Straße, an der sich seit zwei Jahren eine Baustelle befindet. Foto: Gert Westdörp
Autor:
tw


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