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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Große Pfütze wurde zum Denkmal
Zwischenüberschrift:
Naturdenkmale in Osnabrück
 
Der flache Kronenpohl diente früher den Bauern als Wasserröste
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Naturdenkmale in Osnabrück

Große Pfütze wurde zum Denkmal

Der flache Kronenpohl diente früher den Bauern als Wasserröste

Atter (kgre)
" Große Pfütze" ist keine schmeichelhafte Bezeichnung. Doch die dritte Silbe des Wortes Kronenpohl stammt von " Pfuhl", also der alten Bezeichnung für breite Pfütze oder Sumpf. Größe und Beschaffenheit des kleinen Sees in Atter entspricht das durchaus.

Woher der Tümpel am westlichen Stadtrand seinen Namen hat, ist bis heute nicht bekannt. Auch seine Herkunft ist nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich ist, dass der Kronenpohl wie andere Teiche seiner Art durch eine Grundwasserspeisung entstand. Im Gegensatz zu anderen ist er aber nicht zugeschüttet worden.

In früheren Zeiten nutzten die Bauern das Gewässer, das an der Kreuzung der Straßen Hehekamp und " Am Kronenpohl" liegt, für ihren Flachs. Bei der so genannten Wasser-Röste legte man die Pflanzen bis zu drei Wochen unter Wasser und beschwerte sie unter anderem mit Steinen. War der Prozess abgeschlossen, lösten sich die Fasern von den harten, unbrauchbaren Teilen wie Holz und Stängel. Nach dem Trocknen konnte der Flachs zu Leinen gesponnen werden.

Heute stehen die Nutznießer des 1200 Quadratmeter großen Kronenpohls zumeist auf vier Beinen. In dem Grüngürtel aus Roterlen, Baum- und Strauchweiden ziehen sich Hasen und Rehe zurück. Amphibien wie Erdkröten, Gras- und Wasserfrösche laichen in Ufernähe und zahlreiche Vogelarten lassen sich an dem Tümpel nieder.

Mit einem maximalen Durchmesser von 40 Metern und einer geringen Wassertiefe fällt der nährstoffreiche Teich schon mal fast trocken. Seit 1979 ist der Kronenpohl offiziell als schützenswert eingestuft. Der Grund: " Stehwasserflächen in einer Gemarkung sind immer etwas Besonderes", sagt der ehemalige Naturschutzbeauftragte der Stadt, Prof. Hartmut Peucker.

DER KRONENPOHL lädt die Erfrischungsbedürftigen nicht gerade zum Bade. Umso wohler fühlt sich die Tierwelt am und im trüben Gewässer.
Foto: Jörn Martens
Autor:
kgre


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