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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Anwohner des Teutonenweges vermissen Infos
Zwischenüberschrift:
Diskussionen um Lärmschutzwände
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Originaltext:
Anwohner des Teutonenweges vermissen Infos

Diskussionen um Lärmschutzwände

Widukindland / Kalkhügel (cwi)
Der Plan von Bundesregierung und Deutscher Bahn, Lärmschutzwände im Widukindland und am Kalkhügel zu errichten, sorgt weiter für Diskussionen. Gestern meldeten sich Bewohner des Teutonenweges südlich der Trasse entlang des Hunteburger Weges zu Wort. Sie unterstützen das lange herbeigesehnte Vorhaben, vermissen aber Information und Beteiligung.

" Aus allen Wolken gefallen" sei sie, berichtet Melanie Becker, deren Grundstück direkt an das Gleisbett angrenzt, als sie gestern in der Neuen OZ von dem Plan der Bahn las. Jahrzehntelang hätten sie und ihr Vater sowie weitere Anlieger für die Lärmschutzwand gekämpft. Ständig habe es Beschwichtigungen gegeben, und jetzt, wo offenbar alles eingetütet sei, kommt von der Bahn kein Wort. Das gab es gestern auch gegenüber unserer Zeitung nicht. Auf den Vorwurf angesprochen, verwies ein Bahnvertreter an die Stadt weiter.

" Wir haben kein schlechtes Gewissen", heißt es dort. Verkehrsplaner Hans-Jürgen Apel klärt auf: Auch die Verwaltung habe erst am Mittwoch, dem Tag des Ortstermins mit Anliegern des Hunteburger Wegs, von den exakten Planungen gehört.

Streitpunkt ist offenbar nicht das " Ob", sondern das " Wie". " Wir wollen beteiligt werden", ergriff Melanie Becker gestern die Stimme, nicht ohne zu ergänzen, " heilfroh" darüber zu sein, dass die Wand nun offensichtlich kommen werde. Auch Nachbar Heinz Paladey freut sich über die Entwicklung, denn Unterhaltungen im Gartrn seien wegen des Zuglärms derzeit kaum zu führen. " Und alle sechs Minuten rauscht hier ein Personenzug vorbei - meistens noch im vollen Bremsvorgang", so Paladey.

Auch Claudia Haberland, die " als junger Mensch das Wort ergreifen" möchte, sagt: " Wir sind am Teutonenweg extrem betroffen." Bewohnern, die eine hässliche, die Sicht versperrende Wand befürchten, machte Melanie Becker unterdessen ein Angebot: " Ich pflanze denen gerne Efeu davor."

Hans-Jürgen Apel wie auch der zuständige Fachbereichsleiter Franz Schürings kündigten gestern an, die Anwohner in Form von Veranstaltungen zu beteiligen. Vorher aber sollen noch die Ratsgremien informiert werden. Außerdem will Apel noch den endgültigen Termin für den Baubeginn abwarten. Denn " angesichts der knappen Kassen beim Bund" kann sich der Verkehrsplaner " durchaus vorstellen", dass dieser noch um einige Zeit hinter den von der Bahn anvisierten Termin (Herbst 2005) geschoben wird.

Gleiches könnte für die ebenfalls geplante, mit rund drei Kilometern etwa doppelt so lange Lärmschutzwand südlich des Hauptbahnhofes am Kalkhügel gelten. Nach Informationen der Neuen OZ soll sie ungefähr vom Bereich Feldstraße / Koksche Straße bis hin zur Höhe der Straße Am Pottgraben führen.

Ein Einverständnis von Anliegern sei hier im Gegensatz zum Widukindland nicht nötig, erklärte Hans-Jürgen Apel gestern Nachmittag auf Anfrage. Schließlich befinde sich der gesamte Bereich, auf dem die Wand errichtet werden soll, im Eigentum der Deutschen Bahn AG. Jedoch versprach er, auch hier eine Bürgerbeteiligung durchführen zu wollen. Franz Schürings kündigte gestern zudem an, dass die Angelegenheit Thema in der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 30. September sein werde.
Autor:
cwi


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