User Online: 1 | Timeout: 10:34Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Nur noch 86 Grundstücken geht es an den Boden
Zwischenüberschrift:
Altlasten im Stadtteil Wüste: Aufwändige Bauarbeiten bleiben vielen Betroffenen nun doch erspart
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Nur noch 86 Grundstücken geht es an den Boden

Altlasten im Stadtteil Wüste: Aufwändige Bauarbeiten bleiben vielen Betroffenen nun doch erspart

Wüste (dh)
Es ist ein leidiges Thema, das den Fachbereich Grün und Umwelt seit mehr als zwölf Jahren beschäftigt: die Altlasten im Stadtteil Wüste. Gestern wurden die abschließenden Untersuchungsergebnisse bekannt gegeben. Demnach müssen nur 86 anstatt der bisher 238 Grundstücke saniert werden.

Darüber haben sich unsere Vorfahren keine Gedanken gemacht, als sie vor gut einem Jahrhundert die unbewohnbare Sumpflandschaft vor den Toren der Stadt mit Hausmüll, Schlacken, Schutt und Aschen trockenlegten: Der Stadtteil Wüste wurde für die nachfolgenden Generationen zu einer bewohnten Altlast. Die ersten Bodenuntersuchungen im Jahre 1992 ergaben deutliche Grenzwertüberschreitungen.

Insgesamt wurden in der Wüste 1700 Grundstücke auf Bodenbelastungen untersucht. Bei 238 Parzellen stellte die Stadt einen Sanierungsbedarf fest. Konkret: Der belastete Boden hätte komplett ausgetauscht werden müssen.

Dass dieses Prozedere für 152 Grundstücke nun doch nicht infrage kommt, ist der 1999 in Kraft getretenen Bodenschutzverordnung zu verdanken. Diese sieht unter anderem ein anderes Untersuchungsverfahren vor. Der Fachhereich Grün und Umwelt hatte zuvor nur jeweils fünf Bodenproben entnommen und einen Mischwert ermittelt.

Nach neuen Bestimmungen müssen aber 25 Bohrungen vorgenommen werden. " Das bedeutet natürlich, dass sich ganz andere Mischwerte ergeben", erklärt Fachbereichsleiter Detlef Gerdts. Die Grundstücke seien natürlich nicht flächendeckend an jeder Stelle gleich belastet. Für die bisher ermittelten " Sanierungsfälle" wurden also neue Bohrungen angesetzt. So bleiben nun 152 Grundstückseigentümer vom aufwendigen Bodenaushub ihrer Gärten verschont, denn die Ergebnisse der neuen Studie ergeben wesentlich geringere Belastungswerte als zuvor.

" Den Großteil der Kosten übernimmt hierbei die Stadt. Die betroffenen Bürger müssen lediglich für die Neubepflanzung ihrer Grundstücke selbst aufkommen", versichert Dr. Gerd Kühl, Leiter des Fachbereichs Recht. Die Stadt werde den Grundstückseigentümern zudem die Möglichkeit einräumen ausgegrabene Büsche und Hecken zwischenzulagern.

Ab Herbst 2005 sollen die ersten Böden ausgetauscht werden - 2008 soll das Thema " Altlasten Wüste" erledigt sein. Bis dahin wird das Vorhaben rund 4, 5 Millionen Euro gekostet haben. " Alles im Sinne nachfolgender Generationen", so Kühl.
Autor:
dh


Anfang der Liste Ende der Liste