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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Wo gehobene Angebote in der Tiefe verschwinden
Zwischenüberschrift:
Schacht "Theo" wertet Neumarktpassage nachhaltig auf
Artikel:
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Originaltext:
Wo gehobene Angebote in der Tiefe verschwinden

Schacht " Theo" wertet Neumarktpassage nachhaltig auf

Osnabrück
Probleme sind da, um gelöst zu werden. Getreu diesem Grundsatz geht die Stadt jetzt offensiv mit dem Rechtsstreit um den Verbindungstunnel zwischen den beiden Teilstücken der Neumarktpassage um. Die für bemerkenswerte Ideen bekannte Chefin der CDU-Rats fraktion, Irene Thiel, schlug jetzt das Projekt " Schacht Theo" vor.

Das Geniale daran: Die beiden noch getrennten Hälften des Neumarkttunnels werden nicht nur durch den im Volksmund als " Bergmannstollen" bespöttelten Gang notdürftig verbunden. Vielmehr soll die horizontale Verbindung durch den in die Tiefe gehenden Schacht " Theo" entscheidend aufgewertet werden. An den Rändern dieses Schachtes lagern sich auf 15 Etagen 45 kleinere Ladenlokale des exklusiven Warensegmentes an. Die Kunden gelangen über einen Edelpaternoster zu den Geschäften. Über dem Neumarkt wird sich ein Förderturm erheben, von dem aus sogar das künftige Buga-Gelände zu sehen sein wird.

" Gerade die Bergwerksatmosphäre macht Schacht , Theo' interessant, zum Beispiel für Juweliere und Anbieter von hochwertigen Outdoor-Textilien oder High-Tech-Produkten", meint die Christdemokratin. Auch gehobene Küche passe gut in die Tiefe. Stahl-Baron Dr. Jürgen Großmann habe schon konkrete Pläne: Er will auf einer ganzen Etage System-Gastronomie für Führungskräfte der Montanindustrie einrichten. Als Name für das Lokal sind " Füllort" oder " Siebte Sohle" in der Diskussion. Der bekannte Autor Günter Wallraff referiert bei der Eröffnungssoiree zum Thema " Ganz unten - es kommt drauf an, was man draus macht".

Thiel nahm Michael Hagedorn (Grüne) vorbeugend den Wind aus den Segeln. Der hatte Schacht " Theo" als erneute unbezahlbare Utopie von Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip und der Ratsmehrheit geschmäht. Thiel: " Das Projekt wird durch den Verkauf des Grubenwassers refinanziert." Das Nebenprodukt werde in anderen Bergbauregionen schon mit Erfolg vermarktet: als Naturheilmittel gegen Dyskalkulie.

GRUBENWASSER zur Refinanzierung von Schacht " Theo": OB Fip (3.v.l.) informierte sich mit Fachleuten über die effiziente Förderung des hochwertigen Naturheilmittels gegen Rechenschwäche.


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