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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Jeder Holzhaufen wurde im Vorfeld begutachtet
 
Tierschützer: Jedes Jahr verbrennen viele Tiere elendig
Zwischenüberschrift:
30 große osterrfeuer werden an den Feiertagen in Osnabrück lodern - Das größte wird in Voxtrup brennen
 
Stadt hat ihre Satzung geändert
 
Vor Entzünden des Osterfeuers muss der Stapel umgeschichtet werden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
30 große osterrfeuer werden an den Feiertagen in Osnabrück lodern - Das größte wird in Voxtrup brennen

Jeder Holzhaufen wurde im Vorfeld begutachtet

Stadt hat ihre Satzung geändert

Osnabrück (d.)
Das größte Osterfeuer in Osnabrück wird wahrscheinlich in der Bauernschaft Hickingen stattfinden, ausgerichtet von der Kirchengemeinde St. Antonius Voxtrup. Das jedenfalls meint Heiko Brosig, der von Amts Osterfeuer genehmigen musste. 15 mal 15 Meter und fünf Meter hoch wird der Holzstapel sein.

Früher mussten in Osnabrück alle Osterfeuer angemeldet werden. Über 500 waren es jedes Jahr und die waren nicht zu kontrollieren, sagt Heiko Brosig vom Fachbereich Grün und Umwelt.

Seit diesem Jahr sind Osterfeuer, die eine Fläche von zwei mal einem Meter (Höhe 1, 5 Meter) nicht überschreiten, weder anzumelden noch zu genehmigen. Allerdings: Auch für sie gelten weiterhin Mindestabstände zu Gebäuden, sie dürfen nur Gehölz- und Strauchschnitt enthalten und nur Ostersamstag- und Sonntag entzündet werden. Und stets muss jemand beim Feuer bleiben, bis auch der letzte Funken erloschen ist.

Übrig blieben die Großfeuer. 38 wurden nach der neuen Verordnung beantragt und auch alle genehmigt. " Davon sind nur neun öffentliche Osterfeuer, die übrigen werden meist von Vereinen für ihre Mitglieder veranstaltet", sagt Brosig.

Jeder der 38 Holzhaufen wurde von Feuerwehrleuten begutachtet. In einigen Fallen wurden zusätzliche Auflagen erteilt: Zum Beispiel, dass ein bestimmter Untergrund vorhanden sein muss. In einem Fall wurde auch die Größe des geplanten Feuers kritisiert. Etliche Fuhren Holz mussten beiseite geschafft werden.

" Früher gab es durch Funkenflug geschädigte Autos, die in der Nähe abgestellt waren, oder Veranstalter, die bereits am Ostersamstag zum Feuer einluden. Mit der Genehmigungspflicht hoffen wir, dass solche Auswüchse der Vergangenheit angehören", sagt der Umweltexperte.

Polizei und Feuerwehr haben vom Umweltamt Listen der genehmigten Osterfeuer bekommen. Gehen Beschwerden ein, können die Beamten gleich nachsehen, ob das Feuer genehmigt ist. Wenn nicht, wird ein Bußgeld fällig. Das gilt auch für diejenigen, die sich bereits am Samstag an einem Feuer wärmen wollen. Geheimhalten könnte dies niemand: Die Ordnungshüter müssten nur ihrer Nase folgen.

VOR DEM ABBRENNEN des großen Osterfeuers der St.-Antonius-Gemeinde Voxtrup schichtet Hendrik Große Schawe mit dem Trecker die Gehölze um. Zum Schutz der Tiere, die sich dort eingenistet haben.
Foto: Michael Hehmann

Vor Entzünden des Osterfeuers muss der Stapel umgeschichtet werden

Tierschützer: Jedes Jahr verbrennen viele Tiere elendig

" Wenn vor dem Anzünden des Osterfeuers nicht noch einmal umgeschichtet wird, verbrennen viele Tiere elendig", mahnt Tierschutzvorsitzender Wolfgang Herkt. Jedes Jahr weist auch die Stadt darauf hin, dass die Osterfeuer am Tag vor dem Entzünden neu aufgeschichtet werden müssen. Denn lange vor Ostern werden die Gehölze aufgeschichtet und bieten in den folgenden Monaten einen idealen Platz für viele Tiere.

" Die Holzhaufen werden ein kleiner Kosmos. Singvögel finden dort Unterschlupf, Enten brüten, die streng geschützten Spitzmäuse leben darin und auch Iltis, Marder und Kröten hausen dort", erläutert der Tierschützer. Die Tiere würden sich, wenn am Ostersonntag viele Menschen um die Holzberge stehen, nicht aus der Deckung trauen. " Auch wenn der Stapel entzündet wird, wagen sie sich nicht heraus. Die Tiere verbrennen elendig." Deshalb die Bitte des Tierschützers: Umschichten vor dem Entzünden. " Am besten noch einmal eine Stunde vorher. Wenn alle mit anpacken, kann das schon Teil des Vergnügens sein - und Schutz für die Tiere." (d.)
Autor:
d.


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