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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Seltene Muschelarten sind in der Hase heimisch
Zwischenüberschrift:
Bäche und Flüsse unter der Lupe: Ergebnis ist positiv
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück kmoe
Zum ersten Mal überhaupt sind die Fließgewässer im Stadtgebiet in so großem Umfang untersucht worden: Rund 80 Kilometer der Bäche und Flüsse hat der Fachbereich Grün und Umwelt in den Jahren 2000 bis 2004 zusammen mit Wasser- und Fischereiexperten auf ihre Qualität hin geprüft. Das Ergebnis fiel positiv aus: Nur wenige Gewässerabschnitte sind deutlich belastet.

Anstoß für die Untersuchung war die Europäische Wasserrahmenrichtlinie: Die EU verlangt darin von den Mitgliedstaaten, dass die Fließgewässer bis zum Jahr 2015 in guten ökologischen Zustand gebracht werden. Bis 2009 müssen die Staaten dafür verbindliche Maßnahmen vorschlagen.

Im Blickpunkt der Fachleute standen nun die 17 wichtigsten natürlichen Wasserläufe: Hase, Düte, Nette, Huxmühlenbach und etwa der Belmer Bach. Rund ein Drittel aller fließenden Gewässer in Osnabrück war auf dem Prüfstand, außer Acht gelassen wurde etwa der Kanal und Bachverzweigungen. Beste Bewertungen bekamen speziell die Zuläufe des Sandforter Baches, Seelbaches und der Oberlauf des Sandbaches. Die Renaturierung des Seelbaches in den 80er Jahren etwa " hat zu einer deutlichen Erholung dort geführt", so Ulrich Greiten vom Fachbereich. " Naturnah" bis " bedingt naturnah" lauten hier die Kriterien für den Testbereich vom Uferumfeld bis zum Grund. Das Wasser wurde mit Güteklassen " eins" bis " zwei" als " unbelastet" bis " gering belastet" eingestuft. In der Tierwelt habe die Bachforelle im Sandforter Bach sogar ein gesundes Umfeld zur Fortpflanzung gefunden, sagt Greiten. Das ist nicht überall so: Betonhalbschalen als Flussbecken, Belastungen durch Wohn- und Verkehrsumfeld erschweren vielen Fischen und anderen Tieren Überleben und Fortpflanzung. Vor allem an und in der Hase, die auf Stadtgebiet komplett von Bissendorf bis Wallenhorst untersucht wurde. Hier soll vor allem die Wanderung für Fische auf ihrem Weg zu den Laichplätzen wieder ermöglicht werden, erklärt Detlef Gerdts, Leiter des Fachbereichs. Wehre zum Beispiel versperren ihnen heute noch den Weg. Das Resümee für den Tierbestand fiel letztlich positiv aus: Neben 30 Fischarten, darunter die laut EU-Richtlinie bedeutenden Arten Steinbeißer und Bitterling, entdeckte man zwei seltene Krebs- und auch zwei Muschelarten.

Ausstellung im Stadthaus

Eine exakte Auswertung der Ergebnisse will der Fachbereich in den kommenden Monaten vornehmen, sie Ende des Jahres dann dokumentieren und bald dem Umweltausschuss vorstellen. Derweil können sich die Bürger im Stadthaus 1 am Natruper-Tor-Wall einen Eindruck verschaffen: Zu sehen ist die Ausstellung montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr. Bis Ende nächster Woche wird sie im Foyer gezeigt, danach weitere vier bis sechs Wochen auf der dritten Etage.

Bildunterschrift:

DIE TAFEL mit den Ergebnissen der Fluss-Untersuchungen erklärt bei der Ausstellungseröffnung Ulrich Greiten (Mitte) vom Fachbereich Grün und Umwelt.
Foto: Elvira Parton
Autor:
kmoe


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