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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Das große Sportzentrum war einst ein Ruheplatz
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Die Illoshöhe vor 50 Jahren - Name "Illo" ein Pseudonym
Artikel:
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Originaltext:
Das große Sportzentrum war einst ein Ruheplatz

Die Illoshöhe vor 50 Jahren - Name " Illo" ein Pseudonym

Weststadt mlb
Im Jahr 1955 wurde die Illoshöhe als Zentrum für den Schul- und Vereinssport eingeweiht. Am Samstag, 10. September wird das 50-jährige Bestehen gefeiert. Auf dieses Ereignis stimmen wir mit einer kleinen Reihe in den nächsten Tagen ein.

Die Geschichte der Illoshöhe beginnt nicht erst vor 50 Jahren. Das zeigt schon die Entstehung ihres Namens. Den verdankt das Gebiet in der Weststadt einem Redakteur. Christian Geisler, der von 1846 bis 1901 lebte, unterzeichnete seine Artikel im Osnabrücker Tageblatt mit dem Pseudonym " Illo".

Geisler hatte die jetzige Illoshöhe gepachtet, die zwischen Ernst-Sievers-Straße, Kantorskamp, Oberer Martinistraße und Bredowstraße liegt. Dort legte er seinerzeit einen Ruheplatz für Spaziergänger und Wanderer an.

50 Jahre Illoshöhe

Die Straße, die zu diesem Gebiet führte, ließ er unter dem Namen " Illos Höhe" im Grundbuch der Stadt Osnabrück eintragen. Inzwischen verbindet man mit dem Namen das gesamte Gebiet rund um den heutigen Sportpark, also auch inklusive des angrenzenden Wohngebiets.

Kurze Zeit später entdeckte die NS-Kreisleitung das Gelände für ihre Zwecke und plante ein Großstadion inklusive Aufmarschplatz, der 90000 Menschen fassen sollte. Hitler-Jungen, Mitglieder der SA und des Reichsbundes für Leibesübungen und Lehrer, die zu Dienstleistungen herangezogen werden konnten, begannen 1938 mit den Erdarbeiten.

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden diese Aktionen aber eingestellt. In dem ausgehobenen Erdwall wurden Bunker gebaut, die bis 1958 als Behelfswohnungen genutzt wurden, denn: Die Illoshöhe blieb vom Krieg relativ verschont.

1946 hatte Ernst Sievers die Idee, das Gelände zu einem großen Sportplatz auszubauen. Der ausgebildete Turn- und Sportlehrer leitete damals das Stadtamt für Leibesübungen. Heute ist eine der Straßen an der Illoshöhe nach ihm benannt.

Nachdem eine Zeit lang Pläne verfolgt wurden, der damals neuen Fachhochschule für Gartenbau auf der Illoshöhe Raum zu geben, ging das Gelände 1949 als " Stadion" in die Stadtplanung ein.

Mitglieder des damaligen Sportvereins Blau-Weiß stellten zunächst den Rasen wieder her, mit Unterstützung von Arbeitslosen wurden nach und nach Umkleidehäuschen und Duschraum gebaut, weitere Spielplätze und eine Tribüne errichtet. 1952 schließlich wurde die neue Rasenfläche für den Übungsbetrieb freigegeben.

Die Nutzung legte ein Vertrag zwischen der Stadt Osnabrück, dem SV Blau-Weiß und dem Osnabrücker Turnerbund fest. Darin war festgeschrieben, dass die Stadt weitere Ausbauten vornimmt: Es sollten eine weitere Laufbahn sowie weitere Spielplätze entstehen. 1955 war es dann so weit: Die gesamte Anlage konnte für den Vereins- und Schulsport genutzt werden.

NATIONALSOZIALISTISCHER GRÖSSENWAHN: Der Berliner Architekt Werner March plante 1937 ein überdimensionales Stadion östlich der heutigen Bredowstraße. Daraus wurde die Illoshöhe.
Autor:
mlb


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