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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Gut Honeburg: Aus der Traum vom Baugebiet
Zwischenüberschrift:
Gewerbelärm: Stadt stoppt Pläne
Artikel:
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Originaltext:
Gut Honeburg: Aus der Traum vom Baugebiet

Gewerbelärm: Stadt stoppt Pläne

Von Rainer Lahmann-Lammert

Haste
Die geplante Wohnsiedlung am Gut Honeburg scheitert am Lärm. Nicht der Verkehrslärm der nahe gelegenen Bundesstraße 68 ist das Problem, sondern der Gewerbelärm aus dem Hafen. Auf das Baugebiet hatte die Ratsmehrheit von CDU und FDP große Hoffnungen gesetzt

Die Botschaft ist eindeutig: " Gesunde Wohnverhältnisse'' könnten an dieser Stelle nicht sichergestellt werden, heißt es in der Vorlage für den Stadtentwicklungsausschuss, der sich am Donnerstag mit dem Thema befassen wird. Deshalb schlägt der Fachbereich Städtebau den Politikern vor, die Pläne zu kippen.

Ein Lärmgutachten, das von der Lingener Ingenieurgesellschaft Zech ausgearbeitet wurde, hat das Blatt gewendet. Demnach lässt sich der Lärmpegel der benachbarten Bundesstraße zwar mit einem Erdwall und einer Schutzmauer auf ein erträgliches Maß reduzieren. Gegen den Krach aus den Betrieben im Hafen ist jedoch kein Kraut gewachsen.

Um 7 dB( A), das ermittelten die Lingener Gutachter, werden die Grenzwerte für Wohnsiedlungen überschritten - für das menschliche Ohr eine glatte Verdoppelung. Um den Krach an der Quelle zu bekämpfen, müssten einschneidende Auflagen für Gewerbe- und Industriebetriebe festgelegt werden. Doch das ist für die Stadt kein Thema: Der Hafen sei ein zentraler Bereich für die Weiterentwicklung und Neuansiedlung industrieller Nutzungen, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Denn dann werde der Industriestandort Hafen mit seinen 2500 Arbeitsplätzen infrage gestellt.

Von Anfang an umstritten

Die Ratsmehrheit von CDU und FDP hatte vor einem Jahr große Hoffnungen auf das geplante Baugebiet gesetzt: Immerhin sollte auf dem Acker westlich der B 68 ein Baugebiet für 140 Eigenheime entstehen. Umstritten waren diese Pläne von Anfang an. So monierte der Haster Bürgerverein, dass eine Siedlung an dieser entlegenen Stelle zu einer " sozial abgeschlossenen Insel zwischen Gewerbegebiet und Autobahnzubringer" werden könnte. Ohne Busanbindung und ohne jede Integration der dort lebenden Familien.

Eine Insellage sei schädlich, befanden auch SPD und Grüne, die das Vorhaben von Anfang an wegen ökologischer Bedenken ablehnten.

" GESUNDE WOHNVERHÄLTNISSE nicht sichergestellt": Die Stadt verabschiedet sich von der Idee, in Haste eine Wohnsiedlung westlich der B 68 (Ackerfläche oben) zu planen. Foto: Gert Westdörp
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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