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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Naturdenkmale in Osnabrück
Zwischenüberschrift:
Baum mit großer Vergangenheit

Platanenstreit zwischen Kreis und Stadt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Naturdenkmale in Osnabrück

Baum mit großer Vergangenheit

Platanenstreit zwischen Kreis und Stadt

Osnabrück( kgre) Platanen gibt es viele in der Stadt. Diese aber ist eine ganz besondere. Zwischen dem alten Kreishaus und der Katharinenkirche spendet sie reichlich Schatten und wirkt imposant wie kaum ein anderes Naturdenkmal.

3, 50 Meter misst der Umfang des Stammes und 35 Meter der Durchmesser der Baumkrone. Mit ihren Ästen und Blättern bedeckt die Platane eine Fläche von 700 Quadratmetern. Seit Jahrzehnten schon steht der Baum fast unbehelligt am Struckmannshof.

Doch vor 30 Jahren entging er nur knapp der Motorsäge. 1973 stritten sich Kreis- und Stadtverwaltung um das Pro und Contra, das damals schon stattliche Gewächs zu fällen. Der Grund: Wegen der Raumnot plante der Kreis, das Verwaltungsgebäude am Neuen Graben zu erweitern. Die Untere städtische Naturschutzbehörde, damals für den Landkreis zuständig, reagierte und stellte die Platane vorerst sicher. Endgültig Ruhe trat Jahre später ein, als die Platane 1979 in die Liste der Naturdenkmale aufgenommen wurde.

Auf ganz andere Art und Weise hatte sich schon 1951 der Gartenarchitekt Wilhelm Hübotter mit dem Baumriesen beschäftigt. Hübotter plante damals für seinen Freund Dr. Heinrich Backhaus, den damaligen Oberkreisdirektor, dessen Garten hinter dem Haus mit der Nummer 8a. Die Platane ist seitdem besonders betont, weil der Boden zum Baum hin schräg absinkt.

Soweit bekannt ist, gibt es keinen zweiten Garten in Osnabrück, der von dem namhaften Gartenarchitekten gestaltet wurde. Dessen Ideen sind an weitaus repräsentativeren Orten zu sehen, so im Hannoverschen Stadtpark, wo Hübotter 1951 die erste Bundesgartenschau plante. Der Großteil ist als Gartendenkmal der Nachkriegszeit bis heute erhalten.

Auch dem restlichen Garten sieht man die kunstvolle Planung an. Eine gelb blühende Zaubernuss und die blauen Bodendecker unter der Platane sind kräftige Farbkleckse. Von dem " Lustgarten" mit einer Schnitthecke getrennt befindet sich ein Nutzgarten, in dem früher wie so oft Kartoffeln und Bohnen wuchsen.

EIN BEEINDRUCKENDES Stück Natur: Die Platane im Garten des ehemaligen Kreishauses.
Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
kgre


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