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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Anfällige Technik sorgt für Ärger und hohe Kosten
Zwischenüberschrift:
Spielgeräte funktionieren nicht richtig
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Anfällige Technik sorgt für Ärger und hohe Kosten

Spielgeräte funktionieren nicht richtig

Von Sven Lampe

Osnabrück
Sie sind praktisch, teilweise nett anzuschauen und sollen einen guten Zweck erfüllen: Nur mit der Haltbarkeit hapert es. Die teuren Spielgeräte auf der Großen Straße sind ständig kaputt. Bei der Stadt fragt man sich nun, wie es mit den anfälligen Geräten weitergehen soll.

" Besonders im vergangenen halben Jahr war es ein Trauerspiel"; ärgert sich SPD-Ratsherr Ulrich Sommer: " Im Prinzip funktioniert kein Gerät mehr richtig." Probleme habe es allerdings von Anfang an gegeben. Seit die Geräte im Oktober 2001 an elf Standorten in der Innenstadt aufgestellt wurden, sei immer wieder, auch seitens der Hersteller, repariert worden.

" Jeder Privatmann hätte Geräte, die ständig nicht funktionieren, während der Garantiezeit zurückgegeben", kritisiert Sommer. Als Vorsitzender der Kinderkommission habe er die Problematik " häufig genug angemahnt".

Das von den Herstellern immer wieder angeführte Argument, die Geräte seien durch Vandalismus zerstört worden, will Sommer so nicht gelten lassen: Gerade bei den Hydrohockern, Sitze, die durch ein unter der Erde verlaufendes hydraulisches System miteinander verbunden sind, " ist immer wieder die unterirdische Technik kaputt gewesen."

Diese Auffassung bestätigt Klaus Schröder. Der Leiter des für die Wartung zuständigen Fachdienstes Grünflächen hat festgestellt, dass die Spielgeräte " nicht zufrieden stellend in der Haltbarkeit" seien.

Deswegen habe die Stadt in ständigen Gesprächen mit den Herstellern gestanden. Diese hätten anfangs fleißig nachgebessert, sich dann aber darauf zurückgezogen, dass die Geräte übermäßig genutzt würden.

Als Folge wurde die besonders anfällige Strömungstafel an der Georgstraße schon vor einiger Zeit komplett entfernt. Zwar reparierten die Mitarbeiter der Stadt die anderen Geräte immer wieder, doch stelle sich mittlerweile die Frage nach dem Sinn. " Man kann zwar aus einer Fahrradspeiche wieder ein Fahrrad bauen, aber ist das auch wirtschaftlich?", fragt sich Schröder.

Hinzu komme, dass es mittlerweile keine Ersatzteile mehr gebe. Die Hersteller hätten die Geräte aus dem Programm genommen. Nicht nur dem Fachdienstleiter stellt sich nun die Frage: " Warum wohl?"

Es habe Anfragen aus der Politik gegeben, wie es nun weitergehen solle, berichtet Schröder. Das allerdings sei im Augenblick völlig offen. Letzte Konsequenz sei es, die anfälligen Geräte komplett auszubauen.

Sein Fachdienst werde jetzt zunächst Bilanz ziehen, dann ein Konzept erarbeiten und dieses dem Jugendhilfeausschuss in dessen nächster Sitzung vorlegen. Dann müsse die Politik darüber entscheiden, wie es im kommenden Jahr weitergehen solle.

HIER HERRSCHT FRÖHLICHES KINDERLACHEN auf den Hydrohockern. - Die Spielgeräte auf der Großen Straße geben vielen allerdings derzeit nur selten Anlass zum Lachen. Meist sind die für teures Geld eingekauften Geräte kaputt. Fotos: Gert Westdörp

TRÜBE sah es zuletzt in der Wassersäule vor dem Theater aus.

Zur Sache: Mängel von Anfang an

170000 DM, umgerechnet knapp 87000 Euro, investierte die Stadt im Jahr 2001 in Spielgeräte auf der Großen Straße. Die Hydroschaukeln, Wippen und Wasserspiele sollen den Kleinen den Aufenthalt in der Innenstadt versüßen, während die Großen auf Einkaufstour gehen. Kinder, die die Geräte seinerzeit auf ihre Spieltauglichkeit testeten, zeigten sich begeistert - wenn die Spielgeräte denn einsatzfähig waren. Und das ist wahrlich nicht immer der Fall. Von Anfang an schien der Wurm in ihnen zu stecken. Mal funktionierte dies nicht, dann das. Mal war es Vandalismus, mal streikte die Technik. Die Strömungstafel am Theater wurde nach mehreren erfolglosen Reparaturen komplett abgebaut.
Autor:
Sven Lampe


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