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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Eine Buslinie ist im Sinne der Wohnungsplanung"
 
Im Interesse der Anwohner, aber auch der Hochschule
 
Studenten nutzen Busse nicht häufiger als andere
Zwischenüberschrift:
Kann eine Buslinie das Verkehrsproblem auf dem Westerberg entschärfen?
 
Busse können erst über den Westerberg rollen, wenn die Albrechtstraße ausgebaut ist - Stadtwerke prüfen noch
 
Nils Peters: Ein Bus sorgt für Verkehrsentlastung
 
Claus Bartlitz: Bei Anwohnern gibt es keinen Bedarf
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Kann eine Buslinie das Verkehrsproblem auf dem Westerberg entschärfen?

" Eine Buslinie ist im Sinne der Wohnungsplanung"

Busse können erst über den Westerberg rollen, wenn die Albrechtstraße ausgebaut ist - Stadtwerke prüfen noch

Westerberg (rei) Rund um den neuen Caprivi-Campus herrscht das Verkehrschaos. Kann eine Buslinie über den Westerberg die Lage entschärfen? Die Anwohner-lnitiatlve Pro West ist strikt gegen eine Buslinie über den Westerberg, Verkehrsplaner und Vertreter der Fachhochschule halten sie jedoch für sinnvoll. Wir stellen das Pro und Kontra gegenüber (siehe unten).

" Derzeit prüfen die Stadtwerke noch, ob eine Buslinie über den Westerberg sinnvoll ist", teilt Ulf Middelberg, Pressesprecher der Stadtwerke Osnabrück, mit. Ein Hinweis auf eine mögliche Buslinie über Caprivi- und Albrechtstraße sei im derzeitigen Nahverkehrsplan bereits enthalten, und auch im neuen Plan, der voraussichtlich im Herbst veröffentlicht wird, kommt der Wunsch nach einer " Querung des Westerbergs" zum Ausdruck. " Vor 2006 gibt es allerdings keine Buslinie", so Middelberg.

Bevor eine Busverbindung zwischen Lotter Straße und Natruper Straße eingerichtet wird, müssen die geplanten Straßenbauarbeiten in der Albrechtstraße beendet sein. Und die beginnen frühestens Ende 2005.

In der Albrechtstraße steht die Erneuerung des Kanalsystems noch bevor. Der Baubeginn ist abhängig vom weiteren Verlauf der Bauarbeiten , in der Lotter Straße, wo derzeit in einem unterirdischen Tunnel das Kanalsystem erneuert wird. Falls der Straßenausbau in der Lotter Straße gleich im Anschluss an die Kanalarbeiten erledigt wird, könnte der Ausbau der Albrechtstraße noch länger auf sich warten lassen. Konkret bis 2007 oder 2008, sagt Hans-Jürgen Apel, der Leiter des Fachdienstes Verkehrsplanung. Wünschten die Anwohner der Lotter Straße allerdings einen zeitlichen Abstand zwischen Kanalarbeiten und Straßenausbau, werde der Ausbau der Albrechtstraße vorgezogen.

Eine Buslinie über den Westerberg sei " im Sinne der Wohnungsplanung und der Fachhochschule", sagt Apel. Der bessere Busanschluss sei auch für die älteren Leute in der Albrecht- und der Caprivistraße von Nutzen. Auch an der Fachhochschule würde eine Buslinie über den Berg begrüßt, sagt Werner Volkert, der Vizepräsident der Fachhochschule: " Wir setzen uns für eine Buslinie ein".

HALTESTELLE-CAPRIVI-CAMPUS - Zukunftsmusik oder falscher Ehrgeiz? Ob Linienbusse jemals über den Westerberg fahren, ist noch nicht geklärt. Bei diesem Motiv handelt es sich jedenfalls um eine Fotomontage.
Foto: Lindemann/ Hehmann

Pro:

Im Interesse der Anwohner, aber auch der Hochschule

Nils Peters: Ein Bus sorgt für Verkehrsentlastung

Nils Peters, Sprecher des Agenda-Arbeitskreises Verkehr: Soll die Fachhochschule am Westerberg eine direkte Busanhindung bekommen? Ja, ohne Wenn und Aber! Seit Semesterbeginn müssen wir Woche für Woche neue Berichte über die chaotische Parksituation rund um den Caprivi-Campus lesen. Hier ist entschiedenes Gegensteuern gefordert - im Interesse nicht nur der Anwohner, sondern auch der Hochschule selbst. Wer nun aber glaubt, dieses Ziel allein durch Regeln und Verbote erreichen zu können, irrt. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das Problem nur mit einem attraktiven Alternativ-Angebot in den Griff bekommen werden.

Dafür ist eine direkte Buslinie zwischen City und Campus hervorragend geeignet. Dass solche Angebote ziehen, muss nicht erst bewiesen werden. Seit der Einführung des Semestertickets hat die Nutzung des städtischen Nahverkehrs durch die 17000 Studierenden nahezu explosionsartig zugenommen. Allen, die jetzt fragen, warum denn die vorhandenen Buslinien an Natruper und Lotter Straße nicht ausreichen, entgegne ich: Machen wir uns nichts vor - wir alle möchten so nahe wie möglich ans Ziel heranfahren, besonders wenn es wie der Caprivi-Campus auf dem Berg liegt. Warum sollte für Studierende etwas anderes gelten?

Dass andererseits eine neue Buslinie von Anwohnern der Caprivi- und Albrechtstraße zunächst einmal als zusätzliche Verkehrsbelastung gesehen wird, kann sicher jeder nachvollziehen. Trotz dieser Ängste wird sie sich aber als etwas ganz anderes herausstellen - nämlich als unverzichtbare Verkehrsentlastung an einem zukunftsfähigen Hochschulstandort, den wir alle wollen.
FÜR DIE BUSLINIE über den Westerberg: Nils Peters.
Fotos: Osterfeld

Kontra:

Studenten nutzen Busse nicht häufiger als andere

Claus Bartlitz: Bei Anwohnern gibt es keinen Bedarf

Claus Bartlitz, Vorsitzender des Vereins Pro West, dem 70 Mitglieder angehören:
Gegen die Buslinie spricht Folgendes:
1.) " Rechts vor links" fällt mit der Folge erheblicher Attraktivitätssteigerung für den Individualverkehr, der schon jetzt täglich mehr als 10000 Fahrzeuge zählt und der durch das neue Hörsaal-Gebäude Caprivristraße nochmals gesteigert wurde.

2.) Eine Bushaltestelle in der Barbarastraße inmitten des erweiterten Unigeländes, auch vom bisherigen Unipräsidenten favorisiert, würde die Anbindung des Unigeländes verbessern. Die Gebäude der Caprivikaserne sind jetzt schon in etwa vier bis fünf Wegminuten zu Fuß vom Saarplatz bzw. von den Gebäuden an der Albrechtstraße erreichbar. Studenten nutzen nach eigenen Untersuchungen Busse nicht häufiger als sonstige Bevölkerungskreise. Viele Studenten aus dem Landkreis nutzen keinen Bus. Fünf bis sechs Monate vorlesungsfreie Zeit bedeutet gar keinen Bedarf. Laut Verkehrsgutachten zum Westerberg ist bereits jetzt eine ausreichende Erschließung gegeben.

3.) Besuchern des botanischen Gartens, die auf die Überwindung erheblicher Höhenunterschiede eingestellt sind, ist der Fußweg dorthin zumutbar.

4.) Laut Umfragen bei den Anwohnern am Westerberg besteht kein Bedarf. Eversburger wollen bei ihrer Busfahrt keine Sightseeing-Tour über den Westerberg.

5.) Herr Fip hat sich in der Neuen OZ vom 20. September 2003 zum Betrieb des Stadtteilbusses im Widukindland geäußert, ohne eine Finanzierbarkeit müsse die Linie eingestellt werden. Laut Angaben der Stadtwerke wäre die neue Buslinie hochgradig defizitär, so auch unieigene Untersuchungen.
GEGEN DIE BUSLINIE über den Westerberg: Claus Bartlitz.
Autor:
rei


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