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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Planer meinen: Piesberg ideal für eine tolle Buga
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Kosten von rund 180 Millionen Euro
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Planer meinen: Piesberg ideal für eine tolle Buga

Kosten von rund 180 Millionen Euro

Eine Bundesgartenschau (Buga) am Piesberg ist machbar - zu diesem Ergebnis kommt das Umweltplanungsbüro Heimer + Hebstreit in seiner jetzt vorgelegten Machbarkeitsstudie. Allerdings: Billig wird' s nicht. In der Studie des Büros Heimer + Hebstreit werden die Kosten mit rund 180 Millionen Euro überschlagen. Die Räte von Osnabrück und Wallenhorst entscheiden in Kürze über eine Bewerbung.

" Nur mit einer Veranstaltung der Zugkraft einer Buga und der damit einhergehenden Konzentration auf ein Ereignis wird es möglich sein, die erforderlichen Kräfte und Visionen für einen Kultur- und Landschaftspark Piesberg über einen langen Zeitraum zu bündeln", resümieren die Planer. Denn der faszinierende Ort fordere " besondere Maßnahmen" heraus, um die Potenziale in die richtige Richtung zu lenken.

Zum zentralen Raum der Buga sollen, so die Studie, der Piesberger Hafen und das Museum Industriekultur gehören. Das Museum soll Haupteingangsfunktion bekommen und neben dem " Theater im Bruch" im Nordosten des Steinbruchs ein Hauptveranstaltungsort werden.

Ein Blickfang soll eine über der Steinbruchzufahrt schwebende Brückenkonstruktion werden, der " Skywalk". Dieser in der Luft schwebende Gang soll die Kernbereiche der Buga miteinander verbinden und zur " Felsrippe" führen. Von der Felsrippe, mit 188 Metern über dem Meer höchster Punkt des Buga-Geländes, schaut der Besucher nicht nur tief in den auch 2013 noch aktiven Steinbruch, sondern auch in Stadt und Landkreis. Ein markanter, weithin sichtbarer Bau auf der Felsrippe könnte die Funktion des Buga-Wahrzeichens übernehmen.

Die Geschichte des Piesberges sieht der Besucher auf dem Weg vom höchsten Punkt zum " Theater im Bruch". In einer Art " Fenster in den Berg" sind Erdschichten, Fossilien und die Spuren des Kohlebergbaus und des Gesteinsabbaus zu sehen.

Die Oberfläche der 2004 geschlossenen Mülldeponie wird sich zum Buga-Zeitpunkt noch nicht endgültig gefestigt haben. Deshalb ist dieser Bereich wie der Steinbruch nach den Vorstellungen der Planer vor allem als " Sichtraum" vorgesehen Hier könnten Pflanzeninstallationen und Kunst die Blicke der Besucher auf sich ziehen.

Die haben auch den Zechenbahnhof im Visier, über den das Gelände zumindest zeitweilig per Bahn erreichbar ist. Besonderes Augenmerk richten die Planer auf den Hafen.

Ihre Vision: Die Anlage einer Wasserpromenade am Kanal, ein markanter Hafenkopf, von dem aus die Ausflugsschiffe zum Ausstellungsgelände starten, und Ausbau der Wassersportnutzung. Neben dem Kernbereich und den direkt angrenzendenden Flächen sind auch dezentrale Buga-Standorte geplant. So könnten die Gertrudenberghöhle und der Botanische Garten einbezogen werden. Der Botanische Garten würde für die Buga seine Anlage erweitern.

Der nächste Schritt Richtung Buga 2013 werden die Ratssitzungen am 29. August in Osnabrück und am 5. September in Wallenhorst sein. Hier geht es zunächst um die Grundsatzfrage: Wollen wir uns bewerben? Die Entscheidung trifft der Zentralverband Gartenbau im Frühjahr 2003. Die Osnabrücker haben im Piesberger Gesellschaftshaus eine Sondersitzung ab 17 Uhr anberaumt.( swa)

SO KÖNNTE ES KOMMEN, wenn die Buga-Visionen der Planer verwirklicht werden. Aber zunächst müssen die Räte von Osnabrück und Wallenhorst eine Bewerbung befürworten.

Buga-Studie

Chance für die Region

Von Michael Schwager
Dass die Kämmerer von Osnabrück und Wallenhorst beim Anblick des Kapitels " Finanzielle Aufwendungen" für das Thema Buga nur noch ein gequältes Lächeln übrig haben - wer will es ihnen verdenken. Die aktuellen Defizite erreichen Rekordhöhe und die Entwicklung der Gemeindefinanzen ist völlig unklar. Die Buga am Piesberg also abblasen und auf eine Bewerbung verzichten? Nein.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Die Veranstaltung ist ein große Chance für die Region und es bleibt noch genug Zeit, eine Finanzierung auf die Beine zu stellen, die die beiden Kommunen verkraften können - falls die Bewerbung überhaupt Erfolg hat.

Experten sagen zum Beispiel, dass 50 bis 70 Prozent der Kosten durch Zuschüsse aus verschiedenen Töpfen aufgefangen werden können. Auch private Investoren könnten sich am Ende für interessante Bausteine der Gartenschau interessieren und zur Refinanzierung beitragen. Außerdem steigert eine Buga die Attraktivität von Stadt und Umland, die positiven Auswirkungen auf die Infrastruktur sind beachtlich. Sicher werden Kosten an Stadt und Gemeinde hängenbleiben. Aber das Geld wäre sinnvoll investiert.
Autor:
Michael Schwager


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