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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Soll der Hasetorbahnhof "Osnabrück-City" heißen?
Zwischenüberschrift:
Geschäftsleute machen sich für Umbenennung stark, aber das ist gar nicht so einfach und kostet eine Menge Geld
Artikel:
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Originaltext:
Soll der Hasetorbahnhof " Osnabrück-City" heißen?

Geschäftsleute machen sich für Umbenennung stark, aber das ist gar nicht so einfach und kostet eine Menge Geld

Innenstadt

Zugreisende, die sich in einer fremden Stadt nicht auskennen, steigen am Hauptbahnhof aus. Denn wo der ist, da ist Innenstadt, denken sie. Doch für Osnabrück gilt das nur bedingt. Wer hier durch die Altstadt flanieren oder den Dom besichtigen will, der fährt besser bis zum Bahnhof Hasetor. Ein neuer Stationsname könnte da helfen, meinen die Geschäftsleute der Hasestraße.

" Clty-Bahnhof" oder " Altstadt-Bahnhof" sind in der Diskussion. Hermann Sunderdiek, Inhaber eines Schuhgeschäfts an der Hasestraße und Sprecher der Interessengemeinschaft, hat sie mit angestoßen. Ihn treibt die Hoffnung auf neue Kundschaft von der Schiene.

Doch so eine Namensänderung vollzieht sich nicht von heute auf morgen, erklärt Hans-Jürgen Frohns, Sprecher der Deutschen Bahn. Denn es sei weit mehr zu bedenken, als nur ein paar Schilder auszuwechseln. Zunächst werde der Vorschlag bahnintern unter namensrechtlichen Gesichtspunkten geprüft.

Dann müssten die kompletten Fahrpläne geändert werden, und das nicht nur am Hasetor, sondern in der ganzen Republik und natürlich im Internet. Das alles gehe nicht mitten im Jahr, sondern immer erst zum turnusmäßigen Fahrplan wechsel, also frühestens im Dezember 2006.

Außerdem produziert das Ganze natürlich auch Kosten. Frohns verweist auf einen ähnlichen Fall in Süddeutschland. 80.000 Euro seien dort nötig gewesen. Die Bahn trägt davon keinen Cent. " Wir wollen den Bahnhof ja nicht umbenennen", meint Frohns. Nach Worten Hermann Sunderdieks sind die Kaufleute aber bereit, zumindest einen Teil der Kosten zu übernehmen.

Neben der Finanzierung sind auch noch andere Hausaufgaben zu erledigen. Denn nur die Stadt kann einen Antrag auf Namensänderung stellen. Sie versucht die an der NordWestBahn beteiligten Stadtwerke und die Interessengemeinschaft ins Boot zu holen. Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip signalisiert zwar Verständnis für den Wunsch der Kaufmannschaft, weist aber auch auf die große historische Bedeutung des Bahnhofs Hasetor hin. Außerdem müsse das Thema sowieso zunächst im Stadtrat besprochen werden.

Erstmal diskutiert aber der Stadtentwicklungsausschuss auf Antrag von CDU und FDP in seiner nächsten Sitzung. Auf den Tisch kommt da sicher auch eine etwas abgemilderte Lösung: Die Bezeichnung " Osnabrück-Hasetor" bleibt bestehen, wird aber durch einen Zusatz ergänzt, der die Nähe zur City erklären soll. Fragt sich nur, ob das dann ausreicht, um Auswärtige zum spontanen Ausstieg zu bewegen.

Leserforum

City-Bahnhoff statt Hasetor?

Seit 100 Jahren heißt die Station " Osnabrück-Hasetor". Soll der Bahnhof umbenannt werden oder seinen alten Namen behalten? Als Alternativen stehen zur Diskussion " Osnabrück-City", " Osnabrück-Altstadt" oder " Osnabrück-City Hasetor". Wir sind gespannt auf Ihre Meinung. Heute sind wir telefonisch unter der Nummer 3106 77 von 10 bis 12 und von 16 bis 17 Uhr für Sie da. Sie erreichen uns auch per E-Mail (leserfo-rum@ neue-oz.de) oder per Post (Neue OZ, Lokalredaktion, Breiter Gang 10-16, 49074 Osnabrück).

NEUE SCHILDER REICHEN NICHT, wenn der Hasetorbahnhof umbenannt werden soll. Die Sache ist kompliziert. Foto: Gert Westdörp
Autor:
Hauke Petersen


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