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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Schlachtermeister Bartlitz hatte Mut zur Moderne
Zwischenüberschrift:
Zeitreise in der Altstadt
 
Die Ecke von Dielingerstraße und Krahnstraße: Ein denkwürdiger Bau, der kein Baudenkmal werden durfte
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zeitreise in der Altstadt

Schlachtermeister Bartlitz hatte Mut zur Moderne

Die Ecke von Dielingerstraße und Krahnstraße: Ein denkwürdiger Bau, der kein Baudenkmal werden durfte

Innenstadt Nur wenige Osnabrücker kennen noch das frühere Wohn- und Geschäftshaus Carl Bartlitz in der Krahnstraße, das Rudolf Lichtenberg um 1928 fotografisch festgehalten hat. Heute gibt es das markante Eckhaus mit der Fleischerei nicht mehr: Es fiel wie viele andere Gebäude in den 70er Jahren der Verbreiterung der Dielingerstraße zum Opfer.

Ende der 20er Jahre wurde das im neusachlichen Stil gehaltene Gebäude auf dem Eckgrundstück an der Krahnstraße und Dielingerstraße errichtet. " Der nunmehr fertige Bau gibt Zeugnis von der Zeit, in der er erstand", schreibt denn auch die Osnabrücker Zeitung am 7. Juni 1929 über den als " Haus mit den bunten Flächen" bekannt gewordenen Bau.

Ohne gekünsteltes Zierwerk setzte es mit seiner auffälligen modernen Architektur und Farbe einen neuen Akzent in der Osnabrücker Altstadt. Die nüchterne Fassade war in einfachem Zementputz gehalten und in ein farbliches Gewand gekleidet, das den " Generalfarbenplan" des Stadtbaurates Friedrich Lehmann umsetzte. Lehmann strebte mit dem Plan eine einheitliche Farbgestaltung in verschiedenen Osnabrücker Stadtbezirken an. Das Haus Bartlitz wurde in drei Farben getaucht: Das Treppenhaus und das dritte Obergeschoss wurden blau, die erste und zweite Etage gelb und das Erdgeschoss rotbraun. Die Farbgebung sollte nicht nur Elemente der neusachliche Architektur betonen, sondern auch der besseren Eingliederung von Neubauten in bestehende Straßenzeilen der Stadt dienen.

In den Geschäftsräumen bot die bekannte und geschätzte Fleischerei Bartlitz wie schon in dem Vorgängerbau ihre Fleisch-, Wurstwaren und Konserven an.

Das Haus Carl Bartlitz und viele andere Häuser an der Dielingerstraße wurden im Zuge der Altstadtsanierung in den 70er Jahren abgerissen: Aus der kleinteiligen Altstadtgasse sollte nach dem Willen der Stadtverwaltung eine verbreiterte Verkehrsachse werden.

Heute nimmt ein Kombinationsbau der Sparkasse das Eckgrundstück an der Krahnstraße ein. An die erhaltene Sandsteinfassade des um 1790 errichteten Wohnhauses des Kaufmanns und " Hofbanquier" Schwartze wurde ein Anbau mit einem Arkadengang gesetzt.

KLARE LINIEN, GEWAGTE FORMEN, so sah das Haus Bartlitz einmal aus. Das Foto haben wir dem Buch " Lichtenberg - Bilder einer Stadt" entnommen, erschienen im Rasch Verlag Bramsche.

VIER FAHRSPUREN UND BAUKASTEN-ARCHITEKTUR: Die neu gestaltete Ecke der Krahnstraße ist ein Ergebnis der Innenstadtsanierung in den Siebzigern. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
tos


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