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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Das schlechte Wetter ist nicht nur schlecht
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Urlaub pur: Hartgesottene Camper am Attersee lassen sich vom Regen die Laune nicht verderben
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Das schlechte Wetter ist nicht nur schlecht

Urlaub pur: Hartgesottene Camper am Attersee lassen sich vom Regen die Laune nicht verderben

Osnabrück Sprühregen und gerade einmal 15 Grad: Eigentlich ein Grund, in den sonnigen Süden zu verreisen. Aber nicht alle flüchten oder schauen trübsinnig aus dem Fenster. In Atter zieht es einige hartnäckige Dauercamper auch jetzt in ihre Zelte und Wohnwagen. Für sie ist es Urlaub pur.

" Man muss das schlechte Wetter auch von seiner positiven Seite sehen", findet Camperin Kirsten Finger. Denn bei Regenwetter sei es auf dem Campingplatz nicht so voll. Rund ein Viertel der 250 Stellplätze sind derzeit besetzt. Da hängt kein Grillgeruch in der Luft, der Parkplatz ist fast leer, und an den See zieht es höchstens hartgesottene Angler.

Die Freundinnen Sabrina und Vanessa machen trotz der grauen Wolken mit ihren Eltern Urlaub am Attersee. Die zwei verbringen ihre Zeit damit, in der Gaststätte Achilles zu sitzen, zu quatschen und Karten zu spielen. Langweiliger als bei Sonnenwetter sei es schon. " Aber wenn man sich mit mehreren langweilt, macht das mehr Spaß", so Sabrinas Tenor.

Ihre Eltern Annette und Werner Krugrnann wissen das schlechte Wetter zu nutzen. " Wir bauen jetzt unser Vorzelt aus", berichtet Annette Krugmann. Dafür sei es bei sonnigem Wetter einfach zu heiß. Seit zwei Jahren hat die Familie ihren Zeltplatz in Atter. " Eine tolle Einrichtung, es lebt sich hier wie zu Hause", schwärmt Werner Krugmann.

Deutlich länger kommt Kirsten Finger alljährlich an den Attersee. " Wir haben unseren Platz schon seit 1976", sagt sie. " Immer schön" findet es die 41-jährige am Attersee, schließlich hat sie im Laufe der Jahre viele Freunde hier gefunden. Bei Hitze sei es natürlich angenehm, " sich an den See zu legen, zu relaxen und mit der Clique zu grillen". Aber der Regen macht Kirsten Finger nicht traurig. " Man kann mit dem Hund um den See gehen oder mal in die Stadt reinfahren."

In die Stadt fahren wollen auch Werner und Silke Wolf, die mit Sohn Nils und Hund Sina hier sind. Sie sind zum ersten Mal zum Attersee gekommen, gehören zu den wenigen Campern, die keinen festen Stellplatz haben. Die Familie, die in der Nähe von Mainz lebt, macht sonst selten Urlaub in Deutschland, findet es aber auch bei dem miesen Wetter schön am Stadtrand von Osnabrück. " Man kann hier gut Fahrrad fahren und seinen Hund an der Leine mitnehmen, ohne anderen in die Quere zu kommen", freut sich Silke Wolf. Das sei zu Hause schwieriger.

Auch Platzwart Manfred Robbers sorgt dafür, dass die Urlauber nicht betrübt im Zelt sitzen müssen. Diese Woche wird eine Fahrt in den Zoo angeboten. Die sei schon im Vorfeld ausgebucht, sagt der Platzwart. Bei höheren Temperaturen würden sich deutlich weniger Camper für solche Angebote interessieren.

Manch ein Dauercamper reist jetzt allerdings früher ab. Timmi und Tayweh Berber, die mit ihren Kindern und einigen Verwandten hier campen, halten sich offen, wie lange sie in diesem Jahr am Attersee bleiben. Beschäftigen können sich die aus Kamen bei Dortmund kommenden Camper auch bei Regen. Latoya, die 14-jährige Schwester von Tayweh Berber, geht Kegeln oder trifft sich mit Freundinnen im Achilles. " Wir machen dasselbe wie sonst auch", sagt Timmi Berber, " nur unter dem Pavillon."

OBWOHL ES REGNET, findet es der kleine Nils Wolf schön am Attersee. Hund Sina lässt sich vom schlechten Wetter sowieso nicht beirren.

BEI DIESEM REGEN bleiben viele Camper lieber im Trockenen: Timmi Berber spielt mit seinen Kindern und Verwandten Karten im Zelt. Wenn das Wetter nicht besser wird, fährt die Familie früher als geplant nach Hause.

ZUSAMMEN LANGWEILT ES SICH BESSER: Die Freundinnen Vanessa (links) und Sabrina brauchen für ihren Urlaub in diesem Jahr wetterfeste Kleidung und einen Regenschirm. Fotos: Egmont Seiler
Autor:
rei


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