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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Stromfresser im Haushalt kann man auf Diät setzen
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker messen ihren Verbrauch - Energiespartipps von den Stadtwerken können im Jahr sehr viel Geld sparen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Der Fernseher schlummert im Stand-by-Betrieb und wartet auf seinen Einsatz. Ganz nebenbei verbraucht er dabei 0, 01 Kilowatt in der Stunde (kWh). Im Jahr kostet das den Besitzer 69 kWh (je ca. 15 Cent). Kleine Tricks können jedoch helfen, die Stromkosten zu regulieren.

Hand aufs Herz: Achten Sie auf Ihren Stromverbrauch? Lassen Sie den Fernseher nachts auf " Stand-by", oder läuft Ihre Waschmaschine halb voll? Oft halten Geräte den Stromzähler unnötig auf Trab, und am Ende des Jahres gibt es Ärger, wenn es heißt: nachzahlen. Mit einem Strommessgerät können Osnabrücker Verbraucher den Stromfressern auf die Schliche kommen.

Es ist Montagabend, 20.15 Uhr, bei der Familie Bulk läuft der Fernseher, und das Strommessgerät an der Steckdose zählt fleißig mit. Zwei Stunden später zeigt es einen Verbrauch von 180 Wattstunden (Wh) an. Mit einem Griff zur Fernbedienung lässt sich das Fernsehgerät leicht ausschalten. Doch der Stromzähler misst weiter: Bis zum nächsten Morgen hat der Stand-by-Modus noch einmal knapp 100 Wh gefressen - für nichts.

" Wir schalten den Fernseher normalerweise nachts aus, um Strom zu sparen", erzählt Holger Bulk, der sich bei den Stadtwerken ein Strommessgerät ausgeliehen hat. In einer Liste kann er seinen Verbrauch mit Durchschnittswerten vergleichen. " Wir haben beim Kauf auf den Verbrauch geachtet, aber die Geräte sind mittlerweile älter", sagt er. " Wir liegen trotzdem im guten Durchschnitt."

Stromkreis einfach unterbrechen

Erstaunt hätten ihn jedoch die Kaffeemaschine sowie Waschmaschine und Trockner. " Die verbrauchen auch dann Strom, wenn sie komplett ausgeschaltet sind." Auch der Elektroherd mit Uhr hat eine Leerlaufleistung von sechs Watt. Die elektronische Zahnbürste frisst auch dann noch Strom, wenn die Bürste aufgeladen ist. Ebenso ist es mit Aufladegeräten von Mobiltelefonen.

" Bei der Waschmaschine werden wir jetzt eine schaltbare Steckerleiste zwischen schalten, so können wir den Stromkreis trennen", zieht Holger Bulk eine Lehre. Aber auch im täglichen Gebrauch, kann der Energieverbrauch gesenkt werden. Der Fön braucht zum Beispiel in zehn Minuten 0, 22 kWh, was auf ein Jahr gerechnet zu einer stattlichen Summe werden kann. Wessen Frisur es zulässt, könnte sie im Sommer auch mal lufttrocknen lassen. Ein Kühlschrank sollte an einem kühlen Ort und nicht neben dem Herd oder in Sonneneinstrahlung stehen. Mehr als 25 Prozent Kälteverlust erleidet er durch unnötiges Offenstehen der Türen. Verbraucher sollten die Inhalte gut sortieren um langes Suchen zu verhindern, nur abgekühlte Lebensmittel in den Kühlschrank stellen oder Gefrorenes im Kühlschrank auftauen lassen.

" Waschmaschinen lohnen sich nicht, wenn sie mit halber Füllung laufen", erklärt Karin Goltz, Leiterin des Infozentrums der Stadtwerke. Ein Kochwaschgang braucht sehr viel Strom. " Unterwäsche wird auch bei 60 Grad sauber."

Infozentrum am Nikolaiort

Das Informationszentrum am Nikolaiort verleiht die Strommessgeräte kostenlos. Außerdem geben Karin Goltz und ihre Kolleginnen Tipps, wie man Stromfresser auf Diät setzt.

Weitere Informationen zum Thema gibt es bei den Stadtwerken unter Telefon 344-815.

Zur Sache: Energie sparen

Energiespar-Labels

Wer Strom sparen möchte, sollte schon beim Kauf auf Energiespar-Labels achten. Das so genannte EU-Label weist die Klassen " A" (niedriger Verbrauch) bis " G" (hoher Verbrauch) aus. Geräte der " A-KIasse" sind zwar teurer, lohnen sich aber auf Dauer. Der Blaue Engel zeichnet besonders umweltgerechte Produkte aus, und das europäische GED-/ GFFA Energielabel steht für niedrigen Stand-by-Verbrauch bei Geräten der Informations- und Unterhaltungstechnik.

Die sparsamsten Bürogeräte bekommen das Zeichen der " Gemeinschaft Energielabel Deutschland" (GED). Das Amerikanische Label Energy-Star (E*) ist, gemessen an dem Stand der Technik in Deutschland, jedoch zu schwach.

SELBST ausgeschaltete Geräte fressen noch Strom, hat Holger Bulk festgestellt. Foto: Michael Hehmann

STATTLICHE SUMMEN an Strom verbraucht ein Fon. Wie viel, das zeigt sehr gut das Messgerät. Foto: Jörn Martens
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