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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Auf dem Parkplatz dürfen keine Stühle stehen
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An der Eisdiele in Hellern gibt es regelmäßig Ärger, weil Außengastronomie nicht vorgesehen ist
Artikel:
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Originaltext:
Auf dem Parkplatz dürfen keine Stühle stehen

An der Eisdiele in Hellern gibt es regelmäßig Ärger, weil Außengastronomie nicht vorgesehen ist

Hellern

An heißen Tagen schmeckt das Eis draußen einfach besser als drinnen. Das geht auch vielen Helleranern so. In diesem Sommer stehen allerdings vor der Eisdiele " Piccoli Eis bei Vincenzo" an der Lengericher Landstraße keine Bänke vor der Tür. Warum? Wir haben nachgehakt. Die Fläche gilt als Parkplatz.

Vor vier Jahren mietete Vincenzo Argentino das Lokal für seine Eisdiele an. In den vergangenen Jahren konnten sich Gäste bei gutem Wetter draußen an Tischen niederlassen. Das Problem: Die Gebäudezeile gehört drei verschiedenen Eigentümern, der Außenbereich ist Gemeinschaftsfläche. Anfänglich herrschte gute Nachbarschaft. Die anderen Eigentümer hatten nichts gegen die Außengastronomie einzuwenden.

Das änderte sich aber, als Argentino ihrer Meinung nach gegen die Absprachen verstieß. Vor der Eisdiele standen immer mehr Bänke, und das nicht nur zu den verabredeten Zeiten. " Das ist ausgeufert", klagt ein Eigentümer. Erschwerend kam hinzu, dass verschiedene rechtliche Fragen mit dem dritten Eigentümer - dem Vermieter der Eisdiele - ungeklärt waren. Aus dem Konflikt wurde ein Rechtsstreit, ein Hausverwalter wurde eingesetzt. Der stellte fest, dass die gesamte Fläche vor den Geschäften als Parkplatz ausgewiesen ist. Außenbewirtschaftung ist also nicht vorgesehen.

Nun achtet der Verwalter darauf, dass die Bestimmungen eingehalten werden. Bei Verstoß droht Argentino eine Strafe von 500 Euro. Die Situation hat sich weiter zugespitzt, da Argentino nach Ansicht der anderen Eigentümer unter den Kunden Stimmung gegen sie gemacht habe. Etwa mit einem Aushang, in dem er behauptet habe, seine Nachbarn hätten die Außengastronomie untersagt.

Argentino kann das nicht nachvollziehen. Er sei nur dem Wunsch seiner Gäste nachgekommen, draußen Sitzgelegenheiten zu schaffen, beteuert der Eismann. Sein Angebot: Nicht mehr sechs, sondern nur noch vier Tische wolle er draußen aufstellen, möglicherweise auch nur am Wochenende.

" Ich würde auch allen Eigentümern etwas zahlen", kündigt er an. So einfach ist das aber nicht, schließlich sind die baulichen Bestimmungen nun einmal in Kraft. Für eine Änderung müssten sich die drei Eigentümer an einen Tisch setzen, Argentino ist aber lediglich Mieter. Sein Pech: Nach Auskunft der Nachbarn bleibt sein Vermieter den Eigentümerversammlungen regelmäßig fern, eine Einigung wird damit unwahrscheinlich. So müssen die Helleraner ihr Eis wohl weiterhin drinnen oder im Stehen genießen.

DAS WIRD TEUER: Wenn Argentino draußen Stühle aufstellt, muss er 500 Euro Strafe zahlen. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
hmd


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