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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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"Ein kleines Stück heile Welt in Sutthausen"
Zwischenüberschrift:
Aber: Zu wenig Freizeitmöglichkeiten
 
"Rollende Redaktion" am Wulfter Turm: Grünabfall, Grenzen und Geschäfte - Sutthauser mögen ihren Stadttteil
Artikel:
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Originaltext:
" Rollende Redaktion" am Wulfter Turm: Grünabfall, Grenzen und Geschäfte - Sutthauser mögen ihren Stadttteil

" Ein kleines Stück heile Welt in Sutthausen"

Aber: Zu wenig Freizeitmöglichkeiten

Nahne/ Sutthausen Sutthausen hat kein richtiges Zentrum mehr. Es gibt kaum noch Geschäfte und Gaststätten. Das bedauern viele Bürger, die schon lange in dem Stadtteil wohnen.

Einige von ihnen kamen gestern auch zur " rollenden Redaktion", die vor dem Aldi-Markt am Wulfter Turm Station machte. Ein brisanter Standort, denn eigentlich gehört das Areal des Discounters wie das gesamte Gewerbegebiet zu Nahne. Aus diesem Stadtteil meldete sich niemand zu Wort.

" Sehen Sie", sagte Sutthausens Ortsbürgermeister Wolfgang Klimm (CDU), der am Mittag kurz vorbeischaute. Seines Erachtens wird dadurch noch einmal deutlich, dass das Gelände mit den Einkaufszentren der Nahversorgung in Sutthausen dient und deshalb auch seinem Stadtteil zugeschlagen werden sollte. Die Grenzziehung in diesem Bereich steht schon lange auf der Tagesordnung und werde, da ist sich der Christdemokrat sicher, auch ein Thema der nächsten Kommunalwahl sein. Unverständlich sei es, dass die direkte Verbindung zwischen Nahne und Sutthausen gesperrt sei.

Abgesehen vom fehlenden Zentrum fühlen sich die Sutthauser in ihrem Stadtteil offenbar wohl. Sie schätzen die reizvolle landschaftliche Umgebung, die gute Linienbusverbindung in die Innenstadt und die schönen Wohnsiedlungen mit ihren zum Teil großen Grundstücken. Regelrechte soziale Brennpunkte wie anderswo gibt es nicht.

Trotzdem wurden gestern auch kritische Stimmen laut. So beschwerte sich eine Anwohnerin, dass in Sutthausen Einrichtungen für ältere Menschen fehlen. Sie vermisse vor allem Bänke und ein Cafe. Zudem sieht sie auch eine Gefahr in vielen nicht gepflegten Wegen, die schnell zur Stolperfalle werden könnten. " Außerdem ist es eine Frechheit, dass die Post an vielen Stellen die Briefkästen abgebaut hat. Wir müssen weite Wege in Kauf nehmen, um einen Brief zu verschicken", macht die ältere Dame ihrem Unmut Luft.

Hier in Auszügen die Meinung anderer Bürger:

Heinz-Dieter Richter: Es gibt zu viele Müllbehälter. In die Papiertonnen passen große Pappkartons nicht einmal herein. Die Ortsräte sind überflüssig. Das sind Quasselbuden ohne wirkliche Entscheidungsbefugnis, die nur Geld kosten.

Ingo Brörmann: Die neuen Öffnungszeiten der Grünabfallsammelplätze sind ein Ärgernis. In Sutthausen gibt es viele große Gärten, entsprechend viel Grünabfall fällt an, und der muss auch montags, dienstags und am Samstagnachmittag entsorgt werden können.

Marianne Meyer: Es ist unverschämt, dass Behindertenparkplätze an den Einkaufsmärkten zugestellt werden, die dafür keine Berechtigung haben. Mehr Rücksicht bitte.

Wilmie und Gerhard Witte: Früher gab es in Sutthausen ein Textilgeschäft, vier Bäckereien, eine Tankstelle und mehrere Gaststätten. Heute ist vieles verschwunden. In Holzhausen (früher zusammen mit Sutthausen eine Gemeinde) ist richtig was los. Landschaftlich liegt Sutthausen aber ideal.

Christel Meyer: Ich finde, es gibt einfach zu wenig Freizeitmöglichkeiten. Obgleich ich weiß, dass die Finanzlage der Stadt sehr schlecht ist, müsste mal in Sutthausen etwas gemacht werden. Ich wohne dennoch sehr gerne hier. Der Stadtteil ich sicherlich kein sozialer Brennpunkt, wir wohnen sehr innenstadtnah und zudem im Grünen. Es ist einfach ein kleines Stück heile Welt bei uns in Sutthausen.

Martha Lassig: Ich kann einfach nicht verstehen, warum die Durchfahrt der Straße Am Wulfter Turm von Sutthausen nach Nahne nicht frei gegeben wird. Dass die Autofahrer deswegen große Umwege in Kauf nehmen müssen, ist doch unwirtschaftlich. Außerdem nutzen viele den Weg über den Bergerskamp am Kalkhügel, brettern dann viel zu schnell durch die Tempo-30-Zone und gefährden die Anwohner.

Elke Borthwick: Dass die Grünabfallplätze nun bewacht werden, kann ich nur begrüßen. Doch die Öffnungszeiten sind der Hohn. Berufstätige haben doch kaum Chancen, ihren Grünabfall zu den angegebenen Zeiten zu entsorgen. Wer am Wochenende die Gartenarbeit erledigt, muss den Grünabfall bis Mittwoch in den Säcken gammeln lassen. Derjenige, der für die Regelung der Öffnungszeiten verantwortlich ist, hat bestimmt keinen eigenen Garten. Naja, im Winter hat er ja Zeit, sich neue Öffnungszeiten einfallen zu lassen. Mein Vorschlag: montags, mittwochs und freitags, mindestens einen Tag davon bis 20 Uhr.

Jürgen Kriege: Ich finde Sutthausen sehr familiär. Hier gibt es nicht so viele Hochhäuser. Meistens sind es ja Einfamilienhäuser. Ich lebe gerne hier. Doch eines stört mich doch sehr: In der Tempo-30-Zone am Gröbelweg fahren die Autofahrer viel zu schnell. Ganz in der Nähe befindet sich die Schule, aber egal was man fordert, Maßnahmen gegen die Raserei sind einfach zu teuer.

ÄRGERNIS EINGESCHRÄNKTE ÖFFNUNGSZEITEN: Der Wunsch, montags, dienstags und am Samstagnachmittag Grünabfall zu entsorgen, wird auch in Sutthausen immer lauter.

IM GESPRÄCH MIT BÜRGERN: Daniel Hopkins (links) und Holger Jansing hatten ein offenes Ohr für Wünsche und Probleme.

BIS HIERHER UND NICHT WEITER: Der direkte Weg von Sutthausen nach Nahne ist gesperrt. Fotos: Michael Hehmann
Autor:
jan, dh


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