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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zeitreise in der Neustadt - Trotz Verbreiterung noch immer ein Nadelöhr
Zwischenüberschrift:
Die Weymannsche Fabrik musste als letztes Gebäude der Verbreiterung des Petersburger Walls weichen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zeitreise in der Neustadt

Trotz Verbreiterung noch immer ein Nadelöhr

Die Weymannsche Fabrik musste als letztes Gebäude der Verbreiterung des Petersburger Walls weichen

Innenstadt An vielen Stellen in Osnabrück erkennt man, dass Gebäude den Verkehrsplänen der Stadt zum Opfer fielen. So auch am Petersburger Wall, der als mittelalterliche Befestigung der Neustadt diente.

Auf dem um 1910 entstandenen Foto stehen auf der linken Straßenseite noch einige Wohn- und Geschäftshäuser. Sie verschwanden nach dem Zweiten Weltkrieg, da die Straße wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens verbreitert wurde. Ein Grünstreifen trennt heute die Fahrbahn, wo einst die Häuser standen. Und wo Pferdekutschen auf Kopfsteinpflaster vor den Geschäften hielten, um mit den Einkäufen ihrer Besitzer beladen zu werden, findet man heute nichts als Asphalt und Autos. Parkmöglichkeiten sucht man hier vergebens. Folgt man der Flucht des Walls, stößt man auf das einzige Gebäude, das bis zum heutigen Tag auf beiden Fotos in seiner Form erhalten blieb. Es steht aber bereits auf dem Konrad-Adenauer-Ring.

Der Ausbau der Wallstraßen rund um Osnabrück begann schon lange vor dem Krieg. Nachdem die Bautätigkeiten in der Feldmark vor den Toren der Stadt in größerem Umfang bereits eingesetzt hatten, begann die Stadt 1872 mit der abschnittsweisen Beseitigung der Wälle. Die Verbreiterung der Straße wurde aber nicht immer gut angenommen. Anfang der 90er Jahre wurde der Petersburger Wall auch an der Weymannschen Fabrik durch den Abriss der Mechanischen Werkstatt verbreitert. Gegen die Zerstörung der Industriefassade gab es Proteste, aber den Verkehrsplanern war es wichtig, das " Nadelöhr" zu beseitigen. Zu Stoßzeiten jedoch fühlt sich so mancher Autofahrer immer noch wie ein Kamel, das durch ein " Nadelöhr" muss. Dabei ist der Petersburger Wall fünfspurig. Über solche Probleme machten sich die Osnabrücker um 1910 noch keine Gedanken.

UM 1910 ist dieses Foto entstanden, das den Petersburger Wall in Richtung Pottgraben zeigt. Wir haben es dem Buch " Alt-Osnabrück" entnommen, erschienen im Verlag H. Th. Wenner.

VIELE AUTOS wenige Menschen: Das Bild des Walls hat sich in den letzten fast 100 Jahren deutlich gewandelt. Foto: Jörn Martens
Autor:
dh


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