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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Illoshöhe plus Parkuhren gleich Sutthauser Turnhalle?
Zwischenüberschrift:
Ortsrat wehrt sich gegen Verschiebung des Hallenbaus - Sportsprecher der CDU-Ratsfraktion droht mit Rücktritt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Sutthausen

Sutthausen bangt um seine lang ersehnte Turnhalle. Mit Empörung reagierte der Ortsrat am Donnerstag auf die Nachricht, dass die Finanzverwaltung den eigentlich für das kommende Jahr geplanten Baubeginn auf 2006 verschieben will. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen: Aus der CDU-Stadtratsfraktion wurde inzwischen Unterstützung für den Ortsrat signalisiert.

Bürgermeister Burkhard Jasper habe ihm telefonisch zugesichert, dass die seit Jahrzehnten von den Sutthausern geforderte Halle kommen werde, berichtete CDU-Fraktionschef Michael Steinbacher seinen Ortsratskollegen. Und Ortsbürgermeister Wolfgang Klimm wusste sogar von einer Rücktrittsdrohung: Der sportpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Alfred Bongartz, wolle sein Amt niederlegen, wenn Sutthausen nach jahrzehntelanger Wartezeit in Sachen Turnhalle erneut einen Korb bekommen sollte. " Daran werde ich ihn messen", betonte Klimm. Bongartz bestätigte seine Ankündigung unterdessen gegenüber unserer Zeitung: " Dazu stehe ich", unterstrich er gestern auf Nachfrage.

Trotz aller Zusagen der Mehrheitsfraktion ging Ulrich Hus (SPD) hart mit der CDU/ FDP-Gruppe im Stadtrat ins Gericht. Ein " starkes Stück" sei es angesichts der Haushaltslage gewesen, bei der Ratssitzung am Dienstag außerplanmäßig 150.000 Euro für die Sportanlage auf der Illoshöhe zu bewilligen. Das dort geplante Tribünendach sei zwar notwendig. " Aber auch andere notwendige Dinge werden seit Jahren geschoben", betonte der Sozialdemokrat. Auch Stadtkämmerer Karl-Josef Leyendecker habe seiner Auffassung zugestimmt.

Dann machte Hus eine Rechnung auf: Tribünendach Illoshöhe plus Verzicht auf die Parkuhren in der Innenstadt ergäben die fehlenden zwei Millionen Euro für die Turnhalle. Für ihn sei es " skandalös", wie die Ratsmehrheit Klientelpolitik betreibe und " an der Illoshöhe irgendwelche Leute" bediene.

Angesichts des Haushaltsdefizits könnte die Kommunalaufsicht einen Staatskommissar einsetzen, warnte Hus. Der würde der Stadt dann einfach vorschreiben, an welchen Stellen sie zu sparen habe. Hus' Befürchtung: Der Baubeginn für die Sutthauser Halle könnte sich in einem solchen Fall weiter verzögern, auch über das kommende Jahr hinaus. Er habe bei allen Sparerfordernissen daher " keine Skrupel mehr zu sagen: Ihr könnt sparen, wo ihr wollt, aber nicht an der Turnhalle in Sutthausen".

Notizen aus dem Ortsrat Sutthausen

Sutthauser rüffeln die Stadtverwaltung und den Nahner Ortsrat

Aldi-Ärger: Im Streit um die Erweiterung des Aldi-Markts im Gewerbegebiet am Wulfter Turm blieb der Ortsrat Sutthausen hart: Der Discounter soll sein Gebäude nur dann um etwa 15 Meter erweitern dürfen, wenn ein städtebaulicher Vertrag mit dem Grundstückseigentümer die Rekonstruktion der historischen Landwehr garantiert. Die Entscheidung des Nahner Ortsrats, der Erweiterung auch ohne diese Bedingung zuzustimmen, wurde erneut kritisiert.

Skulpturen: Nachdem ein weiterer Versuch gescheitert ist, die Sutthauser Riesen aus dem Schlosspark in ihren angestammten Stadtteil zurückzuholen, soll der Künstler Volker Johannes Trieb für modernen Ersatz sorgen. Außerdem will sich Trieb an der Gestaltung einer Hinweistafel beteiligen. Das Schild soll am Sutthauser Bahnhof aufgestellt werden und aussteigenden Fahrgästen des Haller Willem den Weg zu Sehenswürdigkeiten und Wanderwegen weisen.

Gartensiedlung: Am Ende der Adolf-Staperfeld-Straße soll einigen Grundstückseigentümern das Bauen " in zweiter Reihe" ermöglicht werden. Einstimmig sprach sich der Ortsrat für die öffentliche Auslegung des geänderten Bebauungsplans 222 aus.

Sicherheit: Auf Antrag der SPD soll geprüft werden, ob die Einmündung des Ernst-Stahmer-Weges in die Straße Zum Töfatt zur Verkehrsberuhigung rechtwinklig umgebaut werden kann.

Einbahnstraße: Als " Unverschämtheit" der Verwaltung bezeichnete es Ortsbürgermeister Wolfgang Klimm, die Einbahnregelung der Verbindungsstraße zwischen der Straße Im Hühnerbusch und dem Gröbelweg ohne Beteiligung des Ortsrates wieder aufzuheben. In der Bürgersprechstunde lobten Anlieger die Neuregelung jedoch. Unter anderem werde die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/ h jetzt wesentlich besser eingehalten als früher.
Autor:
Arne Köhler


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