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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Neulandstraße wird keine Karmannstraße
Zwischenüberschrift:
Nachbarn des Automobilbauers im Fledder wollen nicht auf öffentliche Anbindung verzichten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Neulandstraße wird keine Karmannstraße

Nachbarn des Automobilbauers im Fledder wollen nicht auf öffentliche Anbindung verzichten

Fledder Karmann muss zurückstecken: Die Neulandstraße wird voraussichtlich nicht in das Betriebsgelände von Osnabrücks größtem Arbeitgeber integriert, weil die Nachbarn auch weiterhin auf eine Zufahrt über öffentliche Straßen großen Wert legen.

Seit 1997 ist ein 450 Meter langes Stück der Karmannstraße entwidmet und damit für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Ende 2003 hat der Betrieb der Stadt vorgeschlagen, weitere 550 Meter Straße zu kaufen. Es handelt sich um einen Abschnitt der Neulandstraße (zwischen Stüvenbrede und Großem Fledderweg) und den nördlichen Zipfel des Großen Fledderweges (zwischen Hirtenstraße und Karmannstraße). Der Automobilbauer Karmann will damit die Logistik der Warenströme auf dem Betriebsgelände vereinfachen.

Doch jetzt schrumpft das Vorhaben auf rund 150 Meter zusammen. Nach Informationen unserer Zeitung haben drei benachbarte Gewerbebetriebe Einspruch gegen die Einziehung der Straße eingelegt, die Firmen Schober, Bösling und Total. Jörg Schober, Juniorchef einer Stahlhandlung am Großen Fledderweg, drückte es gegenüber unserer Zeitung so aus: " Wir wollen uns den Bemühungen von Karmann nicht entgegenstellen, aber es ist wichtig, dass wir unsere Bewegungsfreiheit behalten." Jeden Tag würden lange Lkw auf das Gelände des Stahlhandels manövriert. Eine Sackgasse schaffe da Probleme. Schober bekundete aber, dass es auch für sein Unternehmen sinnvoll sei, den Durchgangsverkehr herauszunehmen.

Nach einem Gespräch mit den Beteiligten bahnt sich eine reduzierte Lösung an: Zum Betriebsgelände werden nur die Straßenabschnitte erklärt, die an Karmanns Grundstücke grenzen. Für die Nachbargrundstücke bleibt die öffentliche Zufahrt erhalten.

Die Autofahrer müssen sich auf eine neue Verkehrsführung einstellen. Wer kein Anlieger ist, kann die Neulandstraße dann nur noch bis zur Stüvenbrede befahren.

SCHON JETZT größtenteils Betriebsstraße: Die Karmannstraße ist seit 1997 entwidmet.

BLEiBT voraussichtlich öffentliche Straße: Der östliche Teil der Neulandstraße soll eine Sackgasse werden.

NUR DER NÖRDLICHE ZIPFEL wird nach dem Stand der Dinge zur Betriebsstraße erklärt: der Große Fledderweg.

DER DURCHGANGSVERKEHR soll künftig durch die Stüvenbrede fließen, weil die Neulandstraße voraussichtlich Sackgasse wird.

450 METER KARMANNSTRASSE gehören schon seit 1997 zum Betriebsgelände (rot schraffiert). Von Karmanns Absicht, weitere Straßen zu übernehmen, bleiben jetzt nur die rot markierten Teilstücke.

DIE NEULANDSTRASSE wird vorläufig wohl doch nicht Betriebsstraße von Karmann: Ursprünglich sollte hinter den Bäumen das neue Werkstor entstehen. Dennoch soll der Durchgangsverkehr künftig an dieser Stelle in die Stüvenbrede abbiegen. Fotos: T. Osterfeld
Autor:
rll


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