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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Kritik an "Maulkorberlass" und "Totalopposition"
Zwischenüberschrift:
Neumarkt: Masterplanung ohne Ausschreibung vergeben
Artikel:
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Originaltext:
Kritik an " Maulkorberlass" und " Totalopposition"

Neumarkt: Masterplanung ohne Ausschreibung vergeben

Osnabrück Das Berliner Architektenbüro Gewers, Kühn und Kühn soll den Masterplan für die Umgestaltung des Neumarkts erhalten. Dafür hat sich der Stadtentwicklungsausschuss mit den Stimmen der CDU/ FDP-Mehrheitsgruppe in nichtöffentlicher Sitzung ausgesprochen. Von SPD und Grünen wurde kritisiert, dass der Auftrag vergeben wird, ohne dass eine Ausschreibung stattgefunden hat.

Gewers, Kühn und Kühn hatte im Juni bereits den Auftrag für die Projektentwicklung des Neumarkts erhalten. Zu diesem Auftrag war das Berliner Büro allerdings über eine Ausschreibung gekommen, an der elf Unternehmen teilgenommen hatten. Jetzt geht es um mehr: In der Masterplanung geht es um die Grundzüge der Umgestaltung, um Finanzen und Zeitpläne. Georg Gewers, der das Büro mit zwei Partnern gegründet hat, stammt aus Hagen a.T. W. und hat 1981 in Osnabrück sein Abitur gemacht. Als Masterplaner versteht er sich als Vermittler zwischen Kommune und Investoren.

Die Kompetenz von Gewers, Kühn und Kühn wird auch von SPD und Grünen nicht infrage gestellt. Im Stadtentwicklungsausschuss gab es jedoch Kritik am Verfahren. So warfen die SPD-Politiker Ulrich Hus und Dr. Horst Simon der Mehrheitsgruppe vor, sie missachte von ihr selbst gefasste Ratsbeschlüsse. Es sei fragwürdig, warum der Auftrag ohne Ausschreibung vergeben werde. Die Frage " Oder haben Sie da irgendwelche Aktien drin?" wurde von Vertretern der CDU empört zurückgewiesen. Zu einem Schlagabtausch kam es, als Hus den Antrag stellte, in öffentlicher (statt nichtöffentlicher) Sitzung über die Vergabe zu entscheiden. Horst Simon, der für die SPD im Ausschuss sitzt, sprach von einem " Maulkorberlass" und befand, die Öffentlichkeit habe ein Interesse " zu erfahren, was Sache ist".

CDU-Ratsherr Heinz-Josef Klekamp wies die Vorwürfe zurück. SPD und Grüne betrieben eine " Totalopposition", sie versuchten das Neumarkt-Projekt zu zerreden. Eine Vergabe sei schließlich ein " nichtöffentlicher Vorgang". Die Öffentlichkeit werde doch anschließend über die Entscheidung informiert, meinte Brigitte Gantke (FDP). Nur eben nicht über die Debatte. Die sei in der nichtöffentlichen Sitzung am besten aufgehoben.

EIN BERLINER BÜRO soll den Masterplan für die Umgestaltung des Neumarkts erarbeiten. So hat es die Mehrheit von CDU und FDP im Stadtentwicklungsausschuss beschlossen. Foto: Archiv
Autor:
rll


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