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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Pagenstechers Mammutbaum als Buga-Attraktion
Zwischenüberschrift:
Alter Park am Piesberg wiederentdeckt
Artikel:
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Originaltext:
Pagenstechers Mammutbaum als Buga-Attraktion

Alter Park am Piesberg wiederentdeckt

Von Rainer Lahmann-Lammert

Pye/ Lechtingen
Es gibt noch Winkel, die kaum einer kennt: In einem verwilderten Park am Osthang des Piesberges steht ein stattlicher Mammutbaum mit einem Umfang von 6, 70 Meter. Die Gemeinde Wallenhorst erwägt, den 150 Jahre alten Garten zur Bundesgartenschau 2015 aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken.

Johann Rudolf Pagenstecher, damals Chef der Kohlenzeche im Piesberg, hat den großzügigen Park angelegt. Als Bergmeister ließ er sich vermutlich um 1860 ein Wohnhaus an der Osnabrücker Straße errichten. Aus dem Haus wurde nach seinem Tod das " Café Hindenburg". Heutige Zeitgenossen kennen das Lokal allenfalls als Rotlicht-Etablissement oder Asylbewerber-Unterkunft. Seit Jahren steht das Gebäude leer und verfällt.

Kaum jemand weiß jedoch, dass Pagenstechers Garten oberhalb der Ruine noch erhalten ist. Wer ihn sucht, muss festes Schuhwerk mitbringen und sich stellenweise durch dichtes Unterholz schlagen.

Das 8000 qm große Grundstück gehört zwar zu Wallenhorst, ist aber Eigentum der Stadt Osnabrück. Es war Bestandteil eines Pakets, das die stadteigene Osnabrücker Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft OGE bei einem Flächentausch Ende der 90er Jahre erworben hat. Damit biete der Park gute Voraussetzungen für ein grenzüberschreitendes Projekt zur Bundesgartenschau 2015, meint Udo Stangier, in der GemeindeWallenhorst zuständig für Umwelt und Naturschutz.

Stangier zählt die Besonderheiten in Pagenstechers Garten auf: Herausragend ist natürlich der kalifornische Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum), den er auf 40 Meter Höhe schätzt. Im Sequoia-Nationalpark steht der " größere Buder", ein 84 Meter hohes Exemplar, das als " größtes Lebewesen der Erde" gilt. Mit seiner bis zu 30 cm dicken Rinde trotzt der Mammutbaum den häufigen Bränden in seiner Heimat und wird zuweilen älter als 2000 Jahre.

Ein neues Ziel für den Rundwanderweg

Im Vergleich dazu ist der Riese aus Pagenstechers Garten noch ein Jüngling - er wird kaum älter sein als 140 Jahre. In der Nähe stehen mehrere Riesenlebensbäume, " schöne alte stattliche Exemplare", wie es der Baumkenner Prof. Johannes Kohstall sagt, der bis vor wenigen Jahren an der Fachhochschule arbeitete. Und dann gibt es noch mehrere mächtige Eiben, die früher vielleicht einmal als Hecke gepflanzt worden sind.

Die Fachleute, die in Pagenstechers Garten kommen, sind fasziniert. Sie hoffen, dass der verwunschene Park zur Buga oder früher wieder zugänglich gemacht wird. Auch Pyes Ortsbürgermeister Josef Thöle sieht die Chance, eine neue Attraktion zu schaffen. Er spricht sich dafür aus, den Garten an den Piesberger Rundwanderweg anzuschließen. " Da fehlen nur 100 Meter", rechnet Thöle vor. Mit etwas gutem Willen und einem Sponsor müsse das doch möglich sein.

EIN STATTLICHER RIESE: Der kalifornische Mammutbaum am Osthang des Piesberges hat einen Stammumfang von 6, 70 Metern.
Foto: Hermann Pentermann
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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