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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Anwohner wollen bauen: Boden ist sauber
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Stadt hält Schneppersche Tongrube für "unbewohnbar" - Ortsrat wartet auf neue Erkenntnisse
Artikel:
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Originaltext:
Anwohner wollen bauen: Boden ist sauber

Stadt hält Schneppersche Tongrube für " unbewohnbar" - Ortsrat wartet auf neue Erkenntnisse

Hellern (ack) Wohnbaufläche mit bis zu achtgeschossigen Häusern - das sieht der gültige Bebauungsplan 291 für den Bereich der Schnepperschen Tongrube bis heute vor. Doch das Areal durfte bislang nicht bebaut werden, weil im Boden Altlasten liegen. In der jüngsten Sitzung des Ortsrates Hellern wurde deutlich, dass viele Stadtteilbewohner dieses Verbot für übertrieben halten.

Das Thema kam jetzt erneut auf die Tagesordnung. Denn die Stadt will den Baustopp nun auch ganz offiziell durch eine Änderung des Bebauungsplans festzurren. Abgesehen von einem kleineren Grundstück an der Straße Auf dem Schlosse, bei dem die Verwaltung keine Bedenken gegen die Errichtung von Wohnhäusern hat, soll das gesamte Gelände zwischen Tongrubenweg und Lipper Straße rechtlich zu Brachland erklärt werden. Das heißt: Weder Bebauung noch eine Nutzung als öffentliche Grünfläche wären möglich.

Das Gelände der früheren Tongrube sei in den 1950er und 60) er Jahren als Deponie benutzt und mit Haus- und Gewerbemüll verfüllt worden, resümierte Eberhard Bartsch vom Fachbereich Städtebau und führte gesetzliche Vorgaben ins Feld: Eine Kommune müsse für Wohngebiete " gesunde Verhältnisse" garantieren. Vor über 20 Jahren sei es aber zu einem " Vorfall" gekommen: Im Keller eines anliegenden Hauses wurde Methangas frei.

Im Rahmen der Bürgersprechstunde widersprachen einige Anlieger energisch: Sie würden gern " in zweiter Reihe" bauen. In einem Gutachten sei ihnen zuletzt sogar bescheinigt worden, dass sie in ihren Gärten Gemüse anpflanzen dürften. Mit Schadstoffen belastet sei vielleicht der Mittelpunkt der ehemaligen Deponie, nicht aber deren Ränder.

Das gesamte Areal sei " so gründlich untersucht worden wie nichts anderes", widersprach Bartsch. In einer ganzen Reihe von wissenschaftlichen Analysen seit 1985 sei die Unbewohnbarkeit festgestellt worden.

Doch die Ortsratsmitglieder schlossen sich der Skepsis der Grundstückseigentümer an. " Es hat jedenfalls noch nie einer Beschwerden gehabt", unterstrich Helmut Wessling (CDU). Heike Walter (SPD) und Anette Meyer zu Strohen (CDU) schlugen schließlich vor, die Verwaltungsvorlage so lange zurückzustellen, " bis neue Erkenntnisse vorliegen, die nicht 20 Jahre alt sind".

DERZEIT GRÜNT UND BLÜHT es auf dem Gelände der ehemaligen Schnepperschen Tongrube, dort möchten Anlieger gern bauen. Die Stadt ist dagegen, weil der Boden zu sehr belastet sei.
Foto: Hermann Pentermann
Autor:
ack


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