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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kaum noch dunkle Gegenden
Zwischenüberschrift:
Lichtverschmutzung wird immer mehr zum Problem für die Umwelt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Kaum noch dunkle Gegenden

Lichtverschmutzung wird immer mehr zum Problem für die Umwelt

Osnabrück

Wer in einer lauschigen Nacht die Sterne am Firmament zählen möchte, sollte sich dafür nicht gerade den Himmel über Osnabrück aussuchen. Schuld daran ist die zunehmende Lichtverschmutzung. " Dunkle Gegenden gibt es in Deutschland nur in Mecklenburg-Vorpommern", sagt Dr. Andreas Hänel.

Seit Jahren beschäftigt sich der Leiter des Osnabrücker Planetariums mit den Auswirkungen des Lichts auf die Umwelt. Dass das Streulicht der Zivilisation den Astronomen die Arbeit erschwert, ist eine Sache. Aber auch die Auswirkungen auf die Tierwelt sind enorm. Gerade Vögel litten unter der 24-Stunden-Beleuchtung in städtischen Ballungsräumen. Und auch bei anderen, besonders nachtaktiven Tieren, werde der gestörte Tag-Nacht-Rhythmus zum Problem, so Hänel.

Auf Satellitenbildern sei gut zu erkennen, wie stark die Beleuchtung der Erde in den vergangenen Jahren zugenommen habe, erläutert der Sprecher von " Dark Sky", einer Initiative, die sich mit dem Problem der Lichtverschmutzung beschäftigt.

Besonders prägnant seien die beleuchteten Autobahnen in Belgien und die immer größer werdenden Lichthöfe um Großstädte herum. Aber auch die Landwirtschaft trage ihren Teil zur Lichtverschmutzung bei, so Hänel: Um beispielsweise wirtschaftlich Tomaten anzubauen, beleuchteten gerade niederländische Landwirte rund um die Uhr ihre Treibhäuser.

Andere europäische Länder wie Italien und Spanien hätten den Kampf gegen zu viel Licht bereits aufgenommen. Ganz so weit sei es in Deutschland noch nicht. Dabei wäre das nach Hänels Worten relativ einfach. Zum Beispiel durch den Einsatz moderner Leuchtmittel in Straßenlaternen oder Lampenkonstruktionen, die das nach oben streuende Licht verhinderten. Und " müssen denn Gebäude die ganze Nacht über angestrahlt werden?"

LICHT so weit das Auge reicht. Die roten Flecken auf dem Satellitenbild zeigen, wo es in Deutschland besonders hell ist.
Autor:
slx


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