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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Überschrift:
Lebendiges Nikolaizentrum ohne Verkehr... ?
Zwischenüberschrift:
Studenten der Landschaftsarchitektur üben sich als Stadtplaner - Acht Entwürfe jetzt ausgestellt
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Originaltext:
Lebendiges Nikolaizentrum ohne Verkehr... ?

Studenten der Landschaftsarchitektur üben sich als Stadtplaner - Acht Entwürfe jetzt ausgestellt

Osnabrück

Wie lässt sich das Nikolaizentrum bewusster in das städtische Leben einbinden? Mit dieser Frage haben sich Studenten der Landschaftsarchitektur im Seminar " Neuer Städtebau für alte Stadtkerne'' beschäftigt. Eine Auswahl der entstandenen Entwürfe zur Umgestaltung des Nikolaizentrums ist jetzt bei den Stadtwerken zu sehen.

Wasserspiele, Grünzonen, kommunikative Plätze, kunstvoll gespannte Segel und Lichtsäulen - die kreativen Ideen der acht ausgestellten Konzepte zeigen auf, wie das Nikolaizentrum in die Fußgängerzone einbezogen werden könnte. Unter Leitung der Professoren Dirk Manzke und Björn-Holger Lay haben die 28 Studierenden der Fachhochschule Wege entwickelt, den Gebäudekomplex aus seinem verkehrstechnisch bedingten Inseldasein zu lösen und ihn für den öffentlichen Freiraum aufzuwerten.

" Die Aufgabe der Studenten war, das Nikolaizentrum, seine architektonische und gärtnerische Qualität deutlicher in das städtische Leben zu integrieren", erklärt Dirk Manzke. " Die Entwürfe sollten den Nikolaiort und den in der Stadt nahezu unbekannten Derby-Platz mit dem Nikolaizentrum verbinden."

Diese Aufgabenstellung haben die in Kleingruppen entstandenen Konzepte auf unterschiedliche Weise gelöst. Auf großformatigen Plänen und illustrierenden Zeichnungen zeigen sie, welche überraschenden Umgestaltungen möglich wären, wenn der Bus- und Autoverkehr ausschließlich an der Südseite des Nikolaizentrums vorbeifließen würde. Der so entstehende Freiraum zwischen dem Derby-Platz und dem Nikolaiort könnte in die Fußgängerzone eingebunden werden.

Das Projekt " Spielraum" von Ann-Christin Havermann und Anne-Katrin Wolnv lässt an dieser Stelle beispielsweise eine weitläufige Fläche entstehen, mit Gates, Spielobjekten und Sonnensegeln, die als dekorative und schützende Elemente Verbindungen schaffen.

Auch das Konzept " Interaktion" von Patrick Dorsch, Marius Marquardt und Jochen Willmann verbannt den städtischen Verkehr von der Nordseite des Nikolaizentrums und will statt dessen die Landschaft in die Stadt holen: großzügige Grünflächen, Beete, Bäume und eine großformatige, den Platz in Teilen überspannende Pergola sollen Fußgänger anziehen und zum Verweilen einladen.

" Licht & Design" sind dagegen bestimmende Elemente des Entwurfs von Dennis Rocho und Marcel Seliger. Auch ihr Konzept löst den Verkehrsring um das Gebäude auf und will im Erdgeschoss des Nikolaizentrums anstelle von Parkplätzen Platz für den Einzelhandel schaffen. Glasdächer, beleuchtete Glasstelen, durchsichtige Kuben als Sitzgelegenheiten, ein modernes Wasserspiel, flimmernde Leinwände, die Platz für Werbung und Veranstaltungshinweise bieten - mit solchen Elementen wollen die Studenten dem neuen Freiraum ein Gesicht geben. Dazu ein Raster aus Licht, das den Platz dort überzieht, wo heute der Bus- und Autoverkehr das Nikolaizentrum vom Rest der Innenstadt abschneidet.

Zentrum würde neue Rolle zugewiesen

Zwar sind die in zwei Semestern entstandenen Pläne für eine Umgestaltung des Nikolaizentrums nur hypothetischer Natur, dennoch wollen die Arbeiten realisierbare Konzepte sein. " Wir haben uns intensiv mit dem Gebäudekomplex und dessen Umgebung beschäftigt, Bedarfsanalysen erstellt und Passanten interviewt . Auf diese Weise betrachtet man das Nikolaizentrum aus einem völlig neuen Blickwinkel. Es war sehr spannend, mit diesem Projekt in die Stadtplanung hineinzuschnuppern", erzählt die Studentin Regine Stemmann begeistert.

Auch Professor Manzke ist mit den Ergebnissen zufrieden. " Dem Nikolaizentrum, mit seinem Standort im Kernbereich der Stadt würde durch diese Konzepte eine neue städtebauliche Rolle zugewiesen. Vielleicht können die entstandenen Entwürfe ja zur Diskussion anregen - denn das ist ja schließlich die Aufgabe der Hochschule", hofft Manzke.

MIT KREATIVEN IDEEN planten Studenten der Fachhochschule das Nikolaizentrum neu. Die Ausstellung ist bis Ende Februar bei den Stadtwerken, Alte Poststraße 9, zu sehen. Foto: Pentermann

EIN INSEL IM VERKEHR: Das Nikolaizentrum ist durch die Straßen rundherum vom Rest der Innenstadt abgeschnitten. Das Problem haben die Studenten der Landschaftsarchitektur in ihren Projekten thematisiert und kreative Lösungen gefunden. Foto: Jörn Martens
Autor:
tos


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