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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein eifriger Sänger in der Kälte
Zwischenüberschrift:
Die Tannenmeise: ein häufiger, dennoch wenig bekannter Winzling
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Ein eifriger Sänger in der Kälte

Die Tannenmeise: ein häufiger, dennoch wenig bekannter Winzling

Osnabrück

Der Winter ist noch lange nicht vorbei. Doch aufmerksame Mitbürger werden schon die ersten zarten und klaren Gesänge von einigen Vogelarten vernommen haben. Meist sind es Kohl-, Blau- und Tannenmeisen. Allein am Neujahrsmorgen konnte man auf dem Weg von der Wüste in die Innenstadt vier Tannenmeisenmännchen hören.

Tannenmeisen leben die meiste Zeit ihres Lebens gut getarnt zwischen den Zweigen hoher Fichten und Tannen. Nur selten kommen sie von dort herunter, um etwa ein Futterhäuschen zu besuchen. Daher sind sie in der Bevölkerung weitgehend unbekannt. Normalerwcise wird man erst durch ihren Gesang, der aus einem hohen Nadelbaum erklingt, auf sie aufmerksam. Mit guten Augen oder einem Fernglas wird man zumeist auf der Spitze einer Konifere einen kleinen, grazilen Vogel erkennen, der sich durch die niedrigen Temperaturen im Gesang nicht beirren lässt. Die zunehmende Tageslichtlänge aktiviert seinen Gesang. Die Temperaturen spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Die weißwangige Tannenmeise ist noch kleiner als die Blaumeise und mit nur neun bis zehn Gramm Lebendgewicht sogar die kleinste Meise unserer Heimat. Nach Kohl- und Blaumeise ist sie die dritthäufigste Meisenart Osnabrücks. Eine ornithologische Erhebung ergab rund 590 Brutpaare in der Stadt. Die kleinen putzmunteren Vögel turnen den ganzen Tag lang kopfüber, kopfunter im Gezweig hoher Nadelbäume Nahrung suchend umher und halten kaum still.

Die Tannenmeise ist eine überwiegend waldgebundene Art, die in allen Osnabrücker Nadel- und Mischwäldern lebt. Ihre Dichte ist abhängig vom Nadelholzanteil und Alter der Bäume. Sie brütet auch an vielen Stellen in Parks und großen Gärten mit hohen Koniferen sowie in an Nadelwäldern grenzenden Gärten, etwa in Haste, Sutthausen, Nahne und Lüstringen, Auch die nadelholzreichen Friedhöfe wie in Pye, Haste, in der Dodesheide weisen Tannenmeisen auf.

Trotz ihrer vielen natürlichen Feinde - Nesträuber und Beutegreifer - sind die kleinen Vögel derzeit im Bestand nicht gefährdet. Sie gleichen Verluste durch umfangreiche Gelege wieder aus. Üblicherweise brüten Tannenmeisen bei uns nur einmal im Jahr. Das Weibchen legt dann oft acht bis zehn Eier, manchmal sogar bis zu zwölf.

MIT NEUN BIS ZEHN GRAMM Lebensgewicht ist die Tannenmeise hier die kleinste ihrer Art.

Foto: Bernhard Volmer
Autor:
Gerhard Kooiker


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