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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Haster Schleuse: Pumpwerk reif fürs Museum
Zwischenüberschrift:
Neue Anlage mit doppelter Leistung soll im Herbst fertig sein - Auch die Schleuse wird erneuert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Hafen Seit der Kaiserzeit ist das Pumpwerk an der Haster Schleuse in Betrieb. Der Zahn der Zeit hat die alten Maschinen undicht werden lassen. Ein neues Pumpwerk soll die museumsreifen Maschinen ersetzen. Seit Juli 2005 wird daran gebaut. Angepeilt wird die doppelte Leistung.

Stadteinwärts geht es bergauf. Weil aber Schiffe eine Höhendistanz von fünfeinhalb Metern nicht einfach so bewältigen können, gibt es die Haster Schleuse. Die pumpt rund 4400 Kubikmeter (das sind 4, 4 Millionen Liter) Wasser in ihre Schleusenkammer und lässt den Wasserspiegel so von 55, 05 auf 59, 8 Meter über Normalnull steigen. Umgekehrt wird das Wasser in den Kanal gepumpt, wenn ein Schiff stadtauswärts fährt.

Das 90 Jahre alte Pumpwerk der Haster Schleuse ist inzwischen undicht, seine Unterhaltung wird immer teurer und aufwändiger. Deshalb lässt das Wasser- und Schifffahrtsamt Minden ein neues Pumpwerk direkt neben dem alten bauen. Viel ist auf der Baustelle noch nicht zu sehen. Direkt neben dem Hafenbecken haben die Bauarbeiter etwa zwei Meter tiefe Betonwände in die Erde eingesetzt. Dort entsteht der " Pumpensaal", wie Baustellenleiter Dieter Tiedmeyer ihn nennt. Dort wird in einigen Monaten das Wasser durch zwei Kanalrohre hineinfließen und an der Wand stadtauswärts wieder zurück in den Stichkanal laufen, nachdem ein Schiff die Schleuse passiert hat.

Bisher sind nur die beiden Löcher im Boden und den Wänden zu sehen. Die Kanäle selbst werden spater eingesetzt. Bis zum März soll der Rohbau für das neue Pumpwerk stehen - sofern die Arbeiten nicht durch einen Kälteeinbruch verzögert werden. " Das Wetter ist bei Bauarbeiten immer die große Unbekannte", sagt Dieter Tiedmeyer. Weil sich die Temperaturen derzeit um den Gefrierpunkt bewegen, sind die Betonwände aber schon in Folien verpackt worden. So kann nichts passieren.

Läuft alles nach Plan, können ab März die Elektroarbeiten beginnen, danach werden die neuen Pumpen eingebaut. Im August können sie voraussichtlich ihren Probelauf absolvieren. Und im Herbst soll das neue Pumpwerk das alte ersetzen. Die neuen Pumpen werden doppelt so schnell wie die jetzigen arbeiten: 2, 8 statt 1, 4 Kubikmeter schaffen sie pro Sekunde. Das alles geschieht schon mit Blick auf die Erweiterung des Stichkanals. Um ihn fit zu machen für das Europaschiff, steht auch der Haster Schleuse eine Erneuerung bevor.

Zur Sache

Die Pumpen der Haster Schleuse

Die Haster Schleuse wurde wie der Stichkanal zwischen 1912 und 1915 gebaut. Auch das Pumpwerk der Haster Schleuse stammt noch aus dieser Zeit. Anders als bei der gleich alten Hollager Schleuse wurden die Pumpen hier nie erneuert. Wie in Hollage bekommt jetzt auch die Haster Schleuse Pumpen, die teilweise im Wasser stehen und sofort anspringen, wenn ein Schiff die Schleuse passieren will. Bei den kaiserzeitlichen Modellen handelt es sich dagegen um Vakuumpumpen, die in einem Raum oberhalb der Wasserfläche stehen. Die saugen das Wasser in einer Säule an. Hat der Wasserstand darin ein bestimmte Höhe erreicht, springen die Maschinen an. Das sei museumsreif, befinden Baustellenleiter Tiedmeyer und Industriemechaniker Andre Rohs, der die Pumpen regelmäßig wartet. Deshalb wird eine alte Pumpe nach dem Abriss des alten Pumpenwerks zur Erinnerung im Hafen stehen bleiben.( rei)

AUS DER KAISERZEIT stammen die Pumpen der Haster Schleuse. Sie werden bald abgeschaltet.

STADTEINWÄRTS GEHT ES BERGAUF: Den Höhenunterschied von 4, 75 Metern bewältigt die Haster Schleuse mit einem 90 Jahre alten Pumpwerk, jetzt wird ein neues gebaut. Fotos: Jörn Martens
Autor:
Anne Reinert


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