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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Energiezentrum Piesberg: Große Chance für die Stadt
Zwischenüberschrift:
Drei Fragen an Klaus Kuhnke
Artikel:
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Originaltext:
Drei Fragen an Klaus Kuhnke

Energiezentrum Piesberg: Große Chance für die Stadt

Osnabrück

Eine Expertengruppe hat vorgeschlagen, den Piesberg zum Modellstandort für Erneuerbare Energien zu machen, Osnabrück zum Kompetenzzentrum Energie zu entwickeln und eine Energie-Biennale ins Leben zu rufen, eine gute Idee, meint Prof. Dr. Klaus Kuhnke, Vorsitzender des Solarenergievereins Osnabrück.

Der Piesberg als Energiezentrum? Kommt Osnabrück damit nicht viel zu spät?

Kuhnke: Der Zeitpunkt ist genau richtig. Energie wird - erst recht seit den vergangenen Tagen - immer mehr ein zentrales Thema. Während in den USA schon die Gesellschaft nach dem Ölzeitalter diskutiert wird, klagen wir nur über erhöhte Preise. Aber es kommt der Zwang zum neuen Umgang mit Energie, das wird allen klar, und dann wird es eine gewaltige Nachfrage nach Know-how und neuen Lösungen für alle Fragen der Energie-Umstellung geben: eine ideale Chance für Osnabrück, wenn wir dann schon ein Energie-Kompetenzzentrurn haben oder schon sind.

Wie stellen Sie sich den Aufbau eines Energiekompetenzzentrums vor?

Kuhnke: Die Stadtwerke haben den Schlüssel. Ein Energie-Kompetenzzentrutn zu schaffen ist eigentlich ganz einfach: Man braucht nur mal 40 neue Planstellen zu schaffen und diese innerhalb von zwei Jahren geeignet zu besetzen, schon fluppt das. Weil das aber wenig realistisch ist, liegt der Schlüssel dort, wo es heute schon Energie-Know-how gibt und das nötige Kapital, um damit Neues zu wagen: also bei den Stadtwerken. Und die brauchen vorerst nur Dinge anzupacken, die heute schon wirtschaftlich sind. Da gibt es genug zu tun: eine große Holzhackschnitzel-Heizanlage, bei den heutigen Olpreisen und den kommenden Gaspreisen übrigens hochattraktiv, eine fünfte Windanlage auf dem Piesberg, die würde fettes Geld verdienen, neue große Blockheizkraftwerke, ein Programm zur Einführung vieler mittlerer und kleiner Blockheizkraftwerke in Wohn-, Gewerbe- und öffentlichen Bauten, im nächsten oder übernächsten Jahr dann eine richtig große Fotovoltaik-Anlage. Auf diese Weise würde sich wertvolles, weil in Zukunft dringend benötigtes Know-how bei uns ansammeln, die Fachhochschule würde gern ihren Teil dazu beitragen - und wir würden tatsächlich ein Energie-Kompetenzzentrum. Der Schlüssel aber liegt bei den Stadtwerken.

Osnabrück profiliert sich als Friedensstadt und versucht darüber an Image zu gewinne. Müssten wir unser Stadt-Marketingkonzept umstellen?

Kuhnke: Energie ist ein Friedens-Thema. Das wird in Zukunft immer wichtiger, den Krieg ums Öl haben wir ja schon. Ein Grund mehr für die Friedensstadt Osnabrück, sich eingehend mit der Energie zu befassen. Hier geht es eben nicht nur um Technik, sondern genauso um wirtschaftliche, soziale, politische und kulturelle Fragen des menschlichen Zusammenlebens - eben um den Frieden.

PROF. DR. KLAUS KUHNKE
Autor:
hin


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