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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Können die Gemeinschaftszentren wieder aufatmen?
Zwischenüberschrift:
Verwaltung und Politik wollen Kürzungen für 2006 nochmals überdenken - "Die Rechnung geht einfach nicht auf"
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Originaltext:
Können die Gemeinschaftszentren wieder aufatmen?

Verwaltung und Politik wollen Kürzungen für 2006 nochmals überdenken - " Die Rechnung geht einfach nicht auf"

Osnabrück Es war ein Schock, doch jetzt soll alles besser werden: Verwaltung und Politik zeigen Reue angesichts der massiven Einsparungen bei den Gemeinschafts- und Jugendzentren. " Wir haben festgestellt, dass die Vorgaben an die Schmerzgrenze gehen", sagte Franz-Josef Schwack (CDU) in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses und versprach Änderungen für 2006.

Dem Ausschussvorsitzenden lagen zudem Unterschriftenlisten des Runden Tisches Eversburg und Schinkel-Widukindland vor, die die derzeitigen drei Sparvorgaben für Jugend- und Gemeinschaftszentren kritisierten. So sollen die Einrichtungen in diesem und im nächsten Jahr jeweils 50.000 Euro an allgemeinen Kosten einsparen. Hinzu kommen 8.000 Euro bei den Honoraren sowie eine zehnprozentige Sachkostensperre, die für die Gesamtverwaltung beschlossen wurde und sich im Fall der Gemeinschaftszentren unter anderem auf pädagogische Maßnahmen, Gastronomie und sonstige Gebäudekosten auswirkt.

" Das Problem an diesen Vorgaben ist", erklärt Stadtjugendpfleger Hans-Georg Weisleder, " dass alle drei Beschlüsse unabhängig voneinander getroffen wurden, ohne die Auswirkungen zusammenzubringen. Die Folge war eine Kulmination von Einsparungsforderungen, die von den Jugendzentren nicht geleistet werden konnten".

Jetzt jedoch habe sich eine Menge getan, sagt Weisleder. Allen seien nun die finanziellen Konsequenzen dieser drei Beschlüsse klar geworden. So erklärte Jugenddezernent Reinhard Sliwka, dass für 2006 eine solche Beschlusslage nicht durchzusetzen sei. Und auch Ausschussvorsitzender Franz-Josef Schwack sprach angesichts der Giftliste und der daraus entstandenen Folgen für die Zentren von einer Katastrophe. " Wir werden die Entscheidung für dieses Jahr nicht mehr zurücknehmen können", so Schwack, " wollen jedoch 2006 diesen Punkt in die Haushaltsberatung wieder aufnehmen." Ziel sei es, so Schwack, die Einsparungen nicht mehr so speziell auf die Zentren zu konzentrieren.

Ulrich Sommer (SPD) begrüßte diese Entscheidung. Er sieht es sehr positiv, dass die Mehrheit jetzt eingesehen habe, wie sie die Zentren an die Wand gefahren habe. Die Arbeit der Zentren sei schließlich sehr wichtig im Hinblick auf die gesellschaftliche Entwicklung.

Stadtjugendpfleger Weisleder betonte nochmals, dass besonders beim Etat für pädagogische Maßnahmen nicht weiter gespart werden dürfe, da gerade das vielfältige Angebot ein Gemeinschafts- und Jugendzentrum überlebensfähig mache. " Anders als die Schule, bei der Erscheinen Pflicht ist, bewegen sich die Zentren am Markt und müssen sich ihre Kunden verdienen", so Weisleder. Durch Einsparungen jedoch verliere ein Zentrum an Attraktivität und somit auch an Einnahmen. " Die Rechnung geht einfach nicht auf." Entlastung für das laufende Jahr sieht Weisleder in der Möglichkeit, bei entsprechender Begründung eine Befreiung von der Sachkostensperre zu beantragen. Für 2006 werde dann neu verhandelt.

CHANCENGLEICHHEIT: Im vergangenen Jahr organisierte das Jugendzentrum Westwerk in Zusammenarbeit mit dem Präventionsrat Trekkingräder für türkische Mädchen, in deren Familien sonst nur Jungs Fahrrad fahren. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
de


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