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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Malerisches Gut am Piesberg
Zwischenüberschrift:
Honeburg wurde 1344 erstmals erwähnt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Malerisches Gut am Piesberg

Honeburg wurde 1344 erstmals erwähnt

OSNABRÜCK. Malerisch gelegen am auslaufenden Südhang des Piesberges zwischen Fürstenauer Weg und der Bundesstraße 68 am Honeburger Weg liegt das Gut Honeburg, das unser heutiges Luftbild in den Mittelpunkt rückt.

Erstmals urkundlich erwähnt wird das alte Rittergut bereits 1344. Damals befand sich die Anlage in Besitz des Osnabrücker Geschlechts von Eifeler. Durch Heirat ging das Gut an die Familien von Kerssenbrock und von Boeselager. Heinrich von Boeselager hat im Jahr 1651 das Herrenhaus umgebaut und in seiner jetzigen Gestalt errichten lassen. Das zweigeschossige Gebäude aus verputztem Bruchstein ist auf dem Luftbild durch seinen Dreiecksgiebel und die vorgelagerte Freitreppe auf der Gartenseite zu erkennen.

Das Herrenhaus ist eines von mehreren Gebäuden, die sich um einen Platz gruppieren. Dazu gehören ein Torhaus mit reich gearbeitetem Sandsteinportal aus dem Jahr 1733 (links unten im Bild, von Bäumen verdeckt) und mehreren eingeschossigen Wirtschaftgebäuden aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die kleine, neugotische Gutskapelle stammt aus dem Jahr 1866. Der Innenraum der Kapelle ist überspannt von Kreuzrippengewölben, und zur Innenhofseite ist ein filigranes Maliwerkfenster zu sehen.

Bis in die achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts war die Gutsanlage noch von einem Wassergraben umgeben, was auf seine Entstehung aus einer mittelalterlichen Wasserburg zurückgeht. Da der Kohlebergbau im Piesberg jedoch die Quellbäche versiegen ließ, ließ man die Gräben zuschütten.

Im Osten der Anlage schließt sich der Gutspark an, ein großer Landschaftspark mit altem Baumbestand. Einen Teil des Gutsgartens hatte die Stadt Osnabrück von 1965 bis 1995 gebpachtet und zog hier Pflanzen für die Beete im Stadtgebiet heran.

Das Gesamtensemble Gut Honeburg ist seit 1793 im Besitz der Freiherren Ostman von Leye. Bis heute leben Familienmitglieder auf dem Gutshof, und in den Gebäuden sind die Büros der Verwaltung untergebracht.

Gut und schön: die Honeburg am Rande des Piesbergs.

Foto:
Gert Westdörp
Autor:
tos


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