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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
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Überschrift:
Rat stoppt Verkauf des Sportplatzes
Zwischenüberschrift:
Stadtweg: Planung geht weiter
Artikel:
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Originaltext:
Rat stoppt Verkauf des Sportplatzes

Stadtweg: Planung geht weiter

OSNABRÜCK. Die Stadt will den Sportplatz am Stadtweg an einen Investor verkaufen, der auf dem Gelände Einfamilienhäuser baut. Eine Ausschreibung wurde allerdings kurzfristig vom Rat gestoppt. Erst soll die Bürgerbeteiligung für das Bebauungsplanverfahren weitergeführt werden.

Auf dem roten Schotter bolzen die Jugendlichen aus der Nachbarschaft, aber der SC Lüstringen hat das Interesse an dem Sportplatz verloren. Er war sogar treibende Kraft für den Verkauf des Geländes. Mit einem Teil der Einnahmen, so kalkulieren die Sportler, könne die Stadt die Anlage des SC Lüstringen am Königsfeld aufwerten.

Nach den Plänen des Fachbereichs Städtebau können auf dem 1, 5 Hektar großen Areal am Stadtweg 13 bis 18 Einfamilienhäuser entstehen. Bei der kleineren Variante würde auf eine Bauzeile verzichtet, um Platz zu lassen für eine so genannte Jugendaktionsfläche. Den Jugendlichen aus dem Viertel sollte damit ein Freiraum für ihren Bewegungsdrang angeboten werden.

Doch ein öffentlicher Bolzplatz direkt neben einer Wohnsiedlung stößt auf große Skepsis. Auch bei potenziellen Investoren. Und so sind die Planer längst von der " Aktionsfläche" neben der Wohnfläche abgerückt. Stattdessen gibt es Überlegungen, den Bolzplatz an der Mindener Straße gegenüber vom Gretescher Turm mit 43.000 Euro aufzufrischen.

Doch beschlossen ist noch gar nichts. Und deshalb wurde kürzlich im Stadtentwicklungsausschuss große Empörung laut, als bekannt wurde, dass die Verwaltung schon den Verkauf des Sportplatzes an einen privaten Investor oder Projektentwickler vorbereite. Der Fachbereich Immobilien wollte das 1, 5 ha große Gelände für gute 900.000 Euro in der Zeitung zum Verkauf anbieten.

Davon ist jetzt nicht mehr die Rede. " Wir haben uns missverstanden", erklärte Fachbereichsleiter Joachim Götz gestern auf Anfrage. Der Verkauf werde zurückgestellt, bis der Stadtentwicklungsausschuss die Sache beraten habe.

Ist es überhaupt sinnvoll, dass die Stadt ein Grundstück aus der Hand gibt, bevor die endgültige Planung feststeht? Zwischen Planern und Politikern gibt es in dieser Frage unterschiedliche Auffassungen. Ratsmitglieder drängen darauf, erst die Bedingungen festzulegen und dann zu verkaufen. So bleibe das Verfahren transparent und bürgernah, lautet das Argument. Franz Schürings, der Leiter des Fachbereichs Städtebau, sieht das anders: Es sei sinnvoll, einen Bebauungsplan gemeinsam mit dem Investor zu entwickeln, dann gebe es nicht nachträglich so viel zu korrigieren. Der Bürgerwille werde dadurch nicht eingeschränkt, argumentiert Schürings, denn das Planverfahren laufe ja unabhängig von den Eigentumsverhältnissen.

Steht zum Verkauf, aber noch nicht jetzt: der Sportplatz am Stadtweg auf einer Luftaufnahme vom Herbst 2003.

Foto: Gert Westöörp
Autor:
rll


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