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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hochbetrieb im Traditionslokal
Zwischenüberschrift:
Zeitreise in Pye
 
Piesberger Gesellschaftshaus: Rauschende Bälle und ein Dornröschenschlaf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
100 JAHRE LIEGEN zwischen der Ansichtskarte und dem Foto: Damals wie heute war das Piesberger Gesellschaftshaus ein beliebter Ort für Feste und Kulturveranstaltungen.

Hochbetrieb im Traditionslokal

Piesberger Gesellschaftshaus: Rauschende Bälle und ein Dornröschenschlaf

Pye tos

Schon vor 1900 war das Piesberger Gesellschaftshaus ein attraktiver Ort für Geselligkeiten: Hier pflegten Osnabrücker ihr Vereinsleben, es wurden rauschende Feste gefeiert, Bergleute und Wochenendausflügler trafen sich in der Gastwirtschaft und im einladenden Gartencafe. Heute fuhrt der " Kulturverein Piesberger Gesellschaftshaus" mit abwechslungsreichen Kulturveranstaltungen und Seminaren die Tradition die Hauses fort.

Die historischen Führer durch Osnabrück führen unter den Ausflugszielen um 1900 den Piesberg an erster Stelle auf. Ab 1855 war die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen, wodurch sich den Städtern neue Ausflugsziele erschlossen. In wenigen Minuten erreichten Wochenendausflügler und Sommerfrischler vom Hasetorbahnhof die Station Eversburg, um von dort einen Spaziergang am Piesberg zu beginnen.

Nach nur 15 Minuten Fußmarsch, so kündigte es die Ansichtskarte aus dem Jahr 1904 an, waren die Spaziergänger bereits am Ziel: das Piesberger Gesellschaftshaus. Hier kehrten Osnabrücker zu Kaffee und Kuchen ein, genossen im Sommer im " Garten-Restaurant der Neuzeit", das auf der Postkarte beworben wurde, sonntägliche Konzerte und feierten rauschende Feste.

Das um 1870 errichtete Gebäude ist ein Relikt der Osnabrücker Bergbauzeit. Schräg gegenüber vom Verwaltungsgebäude wurde der L-förmige Bau aus graubraunem Piesberger Stein " Restaurationsgebäude am Hasestollen" für die Bergleute des Georgs-Marien-Werks- und Hüttenvereins errichtet. Entsprechend herrschte hier Hochbetrieb, wenn es am 6., 16. und 26. eines jeden Monats die Lohntüten gab.

1896/ 97 wurde der eindrucksvolle Saal, mit hölzernen Pfeilern, Decken und Wandflächen, für größere Festanlässe angebaut. Das Gesellschaftshaus mit seinem großzügigen Saal wurde zum Ort größerer Feste, Bälle und zum Vereinslokal zahlreicher Pyer und Eversburger Vereine und etablierte sich als Kulturstätte am nordwestlichen Stadtrand Osnabrücks.

Über Jahrzehnte wurden hier Feste gefeiert, bis der Saal Anfang der 60er Jahre wegen Baufälligkeit geschlossen wurde. Der Gaststättenbetrieb wurde in den 70er Jahren eingestellt.

Etliche Jahre stand das Traditionshaus leer, bis es der " Kulturverein Piesberger Gesellschaftshaus" mit Unterstützung der Stadt vor zwölf Jahren aus seinem Dornröschenschlaf erweckte, restaurierte und mit neuem Leben füllte. Mit über 40 000 Besuchern pro Jahr ist das Gesellschaftshaus heute wieder eine etablierte und attraktiven Kulturstätte " an der Kippe". Und noch eine Tradition wird hier fortgeführt: Das erstmals 1832 gefeierte Bergfest am Piesberg wurde wiederbelebt und wird jetzt jedes Jahr gefeiert. Das Einzige, was fehlt, sind die Bergleute.
Autor:
tos


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