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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Turmuhr aus der Gründerzeit
Zwischenüberschrift:
Die Buersche Straße hat ihr Gesicht entscheidend verändert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Turmuhr aus der Gründerzeit

Die Buersche Straße hat ihr Gesicht entscheidend verändert

OSNABRÜCK. Die historische Ansichtskarte zeigt: An der Ecke Buersche Straße und Schinkelstraße warb schon 1910 eine bunt plakatierte Litfaßsäule für Veranstaltungen und Produkte. An der abgebildeten Straßenecke steht noch heute eine Litfaßsäule. Ansonsten hat sich hier aber einiges verändert.

Auf den ersten Blick sind die Buersche Straße und die links abzweigende Schinkelstraße auf der Postkarte kaum wieder zu erkennen. Auf dem Eckgrundstück an der Buerschen Straße mit der Hausnummer 63 stand in jenen Jahren noch ein markantes Eckhaus im Gründerzeitstil. Das Gebäude war mit verspielten Details und einem vorgelagerten Erkerturm versehen. Der Blick in Richtung Turmhelm verriet vorbeieilenden Passanten damals noch die Uhrzeit. Dass die in luftiger Höhe angebrachte Uhr immer die richtige Stunde anzeigte, dafür war sicherlich der Uhrmacher Joseph Sommer verantwortlich, der im Erdgeschoss des mit einem dreieckigen Grundriss angelegten Gebäudes seine Geschäftsräume eingerichtet hatte. Heute sieht diese Straßenecke anders aus: Das Gründerzeithaus ist verschwunden und wurde durch ein in leuchtender Farbe gestrichenes Mehrfamilienhaus ersetzt. Die Fassade wird fast vollständig von einer mächtigen Kastanie verdeckt. Um 1910 war die Buersche Straße eine schmale, baumgesäumte Straße mit vielen kleinen Häusern. Im Laufe der Jahre wurde die Fahrbahn dem modernen Stadtverkehr angepasst. Die Bäume mussten der verbreiterten Asphaltdecke weichen. Auch die Bebauung des Straßenzuges hat sich verändert. Heute stehen hier vorwiegend zwei- bis dreistöckige Mehrfamilienhäuser.

Zeitreise

Ein paar Schritte weiter stadteinwärts, vor der auf der Postkarte abgebildeten Kreuzung, lag auf der rechten Seite der Buerschen Straße das Hansa-Hotel mit dem Kino " Hansa-Theater", das vielen Osnabrückern noch ein Begriff sein dürfte. Das Hotel und das Lichtspieltheater haben längst ihre Pforten geschlossen.

An der Einmündung zur Schinkelstraße gegenüber vom Uhrmacher Sommer war früher die Bäckerei Timmann im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses untergebracht. Auch die Bäckerei gibt es inzwischen nicht mehr.

Das markante Gründerzeithaus mit Turmuhr, in dessen Erdgeschoss Uhrmacher Joseph Sommer seine Geschäftsräume eingerichtet nicht mehr. Die Ansichtskarte aus dem Jahr 1910 ist dem Buch " Alt-Osnabrück", Band 1, entnommen, erschienen im Verlag H. Th. Wenner.

Ein leuchtendes Mehrfamilienhaus, eine ausladende Kastanie und eine moderne Litfaßsäule stehen heute auf dem Dreieck an der Buerschen Straße/ Schinkelstraße.

Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Birte Tost


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