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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Wo Menschen sich mit der Architektur wohl fühlen..."
Zwischenüberschrift:
Tag der Architektur in Niedersachsen - Kamp-Promenade und das Seminargebäude an der Caprivistraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Wo Menschen sich mit der Architektur wohl fühlen..."

Tag der Architektur in Niedersachsen - Kamp-Promenade und das Seminargebäude an der Caprivistraße

Osnabrück " Raum erleben" war das Motto des Tages der Architektur, den die Architektenkammer Niedersachsen am Sonntag veranstaltete. In Osnabrück wurden zwei Gebäude gezeigt: die Kamp-Promenade sowie das Hörsaal- und Seminargebäude an der Caprivistraße. Hier nahmen wir an einer Führung teil.

Wir sind jetzt im Keller? Kaum zu glauben, flutet durch große Fenster doch Tageslicht in den Raum. Und außerdem liegt der Zugang ebenerdig. Architekt Michael Jockers klärt auf: " Das Gebäude liegt an einem Hang." Und diese Vorgabe hat Jockers mit seinem Team geschickt aufgegriffen: mit Lichthöfen und unterirdisch liegenden Gebäudeteilen.

Von der Caprivistraße aus zu sehen ist ein dreigeschossiges Gebäude. Es erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung entlang der Straße. Früher schirmte eine viereinhalb Meter hohe Mauer aus Sandstein die Kaserne ab. Jetzt steht hier ein offen und zugänglich wirkender Bau, dessen Fassade mit Glas durchsetzt ist. Nur noch Reste der Mauer sind erhalten.

Auf der linken Seite des Gebäudes führt eine Treppe auf den ehemaligen Exerzierplatz. " Wir wollten, dass der Platz öffentlich zugänglich ist", erklärt Jockers. Der Platz wird durch drei Lichthöfe unterteilt, um die unterirdisch liegenden Räume mit Tageslicht zu versorgen. " Mit dem unterirdischen Bau wollten wir verhindern, dass ein massives Gebäude den Platz und die Gegend dominiert", sagt der Architekt.

" Jeder Lichthof hat ein Thema", wirft Christina Bierschenk ein. Als Mitarbeiterin des staatlichen Baumanagements in Osnabrück betreute sie den Um- und Neubau. Im ersten Hof fehlen jedoch Bezüge zum Thema " Karriere": Die geplante Pyramide wurde aus Kostengründen gestrichen. Hof Nummer zwei dient den Studierenden mit seiner asiatisch anmutenden Gestaltung der Ruhe. Lichthof drei ist der Kommunikation gewidmet. Hier bieten die gemauerten Treppenstufen Bezüge zu antiken Theatern. " Eine Einladung für sommerliche Seminare im Freien", wie Jockers meint.

Zum Start des letzten Wintersemesters wurde das Gebäude eröffnet. " Es sieht aber noch komplett neu aus", meint ein Zuschauer. Für Christina Bierschenk gibt es kein größeres Kompliment an den Architekten: " Nur wo Menschen sich mit der Architektur wohl fühlen, gehen sie gut damit um."

STRAHLT WIE NEU: Das Seminargebäude an der Camprivistraße wurde zum letzten Wintersemester eröffnet. Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
mlb


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