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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Anwohner müssen auch für den neuen Radweg zahlen
Zwischenüberschrift:
Parkstraße: Weil der Kanal einzustürzen drohte, sind Mehrkosten entstanden - Wer muss dafür aufkommen?
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Originaltext:
Wüste

Nicht in einem Rutsch, sondern in zwei Bauabschnitten wird die Parkstraße umgestaltet. Anlieger befürchten, dass sie deshalb stärker zur Kasse gebeten werden. Eine Sorge, die nicht ganz unbegründet ist, wie unsere Recherchen ergaben.

Vor gut sechs Wochen wurde die Parkstraße von der Rehm- bis zu Schlossstraße saniert. Eine kurzfristige Maßnahme, denn die Kanalisation in diesem Abschnitt drohte einzustürzen. Die komplette Umgestaltung vom Jahnplatz bis zur Gustav-Tweer-Straße wird plangemäß erst in einigen Monaten beginnen.

" Die Teilerneuerung musste als Notmaßnahme vorgezogen werden", erklärt Jürgen Schmidt, Fachdienstleiter Straßenbau für die Stadt Osnabrück. Er räumt ein, dass es teurer ist, zweimal eine Baustelle einzurichten, statt in einem Zug zu arbeiten. Allerdings nur unwesentlich. Einige Anwohner werden da hellhörig. Sie befürchten, dass ihnen die Mehrkosten aufgebrummt werden.

Eine von ihnen ist Ilse Zeiß. Wie ihre Nachbarn hat auch sie Post von der Stadt bekommen. Ilse Zeiß hat von Planungsänderungen gehört, die sie überflüssig findet. Vor allem, weil die Stadt kein Geld hat.

Jürgen Schmidt sagt, warum die Stadt die Sanierung will: " Weil sich Park- und Gustav-Tweer-Straße in schlechtem Zustand befinden." Zudem müsse die Kanalisation dringend erneuert werden. Da sei es sinnvoll, gleich das ganze Straßenprofil nach den heutigen Erfordernissen umzugestalten.

Dazu gehört der neue Radverkehrsplan: Zurzeit fahren Radler noch hinter den Baumreihen, die Straße und Fußweg trennen. Zukünftig werden die Radler auf einen markierten Streifen auf der Fahrbahn geführt. So bleibt der Bürgersteig den Fußgängern vorbehalten. Die Anliegerin hält dagegen: Manche Abschnitte der Parkstraße würden kaum zu Fuß oder mit dem Rad genutzt. Das lässt die Stadt nicht gelten. Dem Wegeplan liegen stadtweite Erfahrungswerte zu Grunde. Bei einer gemeinsamen Nutzung des Trottoirs komme es leichter zu Unfällen zwischen Fußgängern und Radfahrern. Außerdem seien die Radler in stärkerem Maße gefährdet, weil sie hinter den Bäumen leichter von Autofahrern übersehen würden.

Im Zuge der Bauarbeiten an der rund 1, 3 Kilometer langen Strecke sollen in mehreren Kreuzungsbereichen Fußgängerinseln den Weg über die Straße erleichtern. So wird auch die vorhandene Insel unter der Eisenbahnbrücke an die Einmündung Uhlhornstraße verlegt. Damit will die Stadt die Fußgängerströme bündeln.

Nebenbei sollen einige Pfähle verschwinden, um zusätzlichen Parkraum zu schaffen. Allerdings nicht zu Lasten der Bäume, für die begrünte Sicherheitszonen geschaffen werden.

Welche konkreten Kosten nun auf die Anlieger zukommen, " ist in Anteilen und Höhe jetzt noch nicht im Detail abzusehen", erklärt Schmidt. Beitragsrelevant sind für die Anlieger auf jeden Fall alle Änderungen, die mit der Fahrbahn zusammenhängen. Also auch der Radweg und die Fußgängerinseln. Für die neue Kanalisation hingegen, so Schmidt, müssen Anlieger nur dann anteilig zahlen, wenn sie neue Hausanschlüsse benötigen.

RADFAHER werden, wie hier an der Parkstraße, zukünftig auf einem neuen Streifen auf der Fahrbahn ihren Platz haben. Zwischen den Bäumen entstehen streckenweise neue Parkplätze. Foto: Elvira Parton
Autor:
kmoe


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