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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Das wird die größte Garage von Osnabrück
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Einmal Waschen, Tanken, Staubsaugen: Neues Busdepot der Stadtwerke im Oktober fertig
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Das wird die größte Garage von Osnabrück

Einmal Waschen, Tanken, Staubsaugen: Neues Busdepot der Stadtwerke im Oktober fertig

Osnabrück Das Einparken in der mutmaßlich größten Garage von Osnabrück ist Sache von Experten. 100 Busse müssen am Abend so aufgereiht werden, dass sie am Morgen exakt nach Einsatzplan ohne Probleme starten können.

Wenn alles so gut geht, wird Ende Oktober das neue Busdepot auf dem ehemaligen Gelände der Firma Diosna an der Sandbachstraße (hinter dem Stadtwerke-Gebäude) fertig sein. Herzstück ist die fußballfeldgroße Riesengarage, in der hundert Busse Platz haben. Eigentlich könnten hier 130 Busse im Trockenen stehen, aber die Stadtwerke müssen auch ihre 56 Gelenkbusse unterbringen.

140 Meter lang und 43 Meter breit ist die Halle aus Stahl, Blech und Glas. Hier werden die Busfahrer am Herbst nach Schichtende die Fahrzeuge einfach abstellen und Feierabend machen. Alles Weitere, auch das korrekte Einparken, übernehmen andere, wie Hans Seeger, Leiter Technik der Verkehrsbetriebe, erklärt. Das Reinigen, Tanken und Warten der Fahrzeuge wird an ein Privatunternehmen vergeben. Die Ausschreibung läuft. Die Mitarbeiter fahren die Busse durch die Waschanlage, reinigen sie von innen, tanken sie auf und stellen sie in der Großgarage ab. Der Platz ist knapp, rangiert werden kann in der Halle nicht mehr. Deshalb müssen die Fahrzeuge schon abends in der richtigen Reihenfolge für den Start am nächsten Morgen stehen. Bei 100 Bussen ein nicht unerheblicher logistischer Aufwand, wie Stadtwerke-Sprecher Robert Woggon sagt.

Heute müssen die Busse im hundert Jahre alten Depot an der Lotter Straße zunächst warm laufen, ehe sie ihre Tour antreten können. Der Motor pumpt über den bordeigenen Kompressor Druckluft in die Bremsen. In der neuen Halle hängen die Druckluftschläuche von der Decke. Anstöpseln, Luft laden und erst dann den Motor starten: Das hält die Luft sauber, spart Zeit und Diesel.

2, 7 Millionen Liter Diesel verbrennen die Motoren der Stadtbusse im Jahr. Der Kraftstoff lagert auf dem Gelände in zwei je 100.000 Liter fassenden Behältern, die in die Erde eingelassen sind.

Deutlich besser werden auch die Arbeitsbedingungen für die Mechaniker in der neuen Werkstatt. Die Halle, die von Diosna übernommen und umgebaut wurde, verfügt über eine Grube und sieben Hebebühnen. Die Bühnen erleichterten die Arbeit erheblich, sagt Seeger. Die Busse werden mit Hydraulikstempeln auf Mannshöhe gehoben, so dass alle Bestandteile wie Räder und Bremsen frei beweglich und leicht zugänglich bleiben. In der alten Werkstatt an der Lotter Straße sei zwischen den Bussen allenfalls ein Meter Platz, so Seeger. " Die Werkstatt stammt noch aus der Zeit der Straßenbahnen, und die waren viel schmaler als unsere Busse heute."

26 Millionen Euro investieren die Stadtwerke in den Betriebshof. Durch die zentrale Lage und die verbesserten Abläufe will das Unternehmen viel Geld sparen. Mindestens genauso wichtig sind die städtebaulichen Perspektiven für die Weststadt nach der Räumung des jetzigen Busdepots an der Lotter Straße. In dem Quartier sollen Wohnungen und Geschäftshäuser entstehen.

An der Sandbachstraße produzierte die Firma Diosna 119 Jahre Maschinen, hauptsächlich Knet- und Mischgeräte für die Lebensmittelbranche. Im Juni 2004 zog der Maschinenbauer nach Lüstringen um. Für elf Millionen Euro entstanden im Gewerbegebiet " Am Tie" neue Produktions- und Verwaltungsgebäude. Das Unternehmen beschäftigt 200 Mitarbeiter.

DIE VERWALTUNGEN von Pianos, Nordwestbahn und der Verkehrsgemeinschaft VOS ziehen in das ehemalige Diosna-Gebäude ein.

DIE FASSADE der Werkstatt wird von Stahl und schiefergrauen Flächen bestimmt. Durch das Testmodell blicken Stadtwerke-Sprecher Robert Woggon (links) und Technik-Chef Hans Seeger.

140 METER LANG, 43 METER BREIT ist die mutmaßlich größte Garage von Osnabrück. 100 Busse haben hier Platz.

Fotos: Klaus Lindemann
Autor:
hin


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