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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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L+T denkt über Ausbau nach: Alternative zu ECE?
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Plan für Einkaufszentrum in der Schublade - Kaufleute würden Dach für die Große Straße zur Hälfte bezahlen
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L+ T denkt über Ausbau nach: Alternative zu ECE?

Plan für Einkaufszentrum in der Schublade - Kaufleute würden Dach für die Große Straße zur Hälfte bezahlen

Osnabrück

Bietet sich eine Alternative zum geplanten ECE-Einkaufszentrum am Neumarkt? L+ T-Chef Dieter Rauschen zieht in Erwägung, sein Textilkaufhaus Schritt für Schritt zu einem Einkaufszentrum kleineren Formats auszubauen. Die Ideenskizzen liegen in der Schublade - wo sie auch bleiben sollen, wenn ECE zum Zuge kommt.

Rauschen will sich nicht unter Druck setzen lassen: " Das sind Visionen, wie es anders und besser gemacht werden könnte", sagt der Chef von Osnabrücks größtem Textilkaufhaus. Wiederholt hat er vor einem ECE-Center am Neumarkt gewarnt. Es würde sich " katastrophal" auf die Innenstadt auswirken, weil es die historischen Strukturen der Stadt zerstören würde.

Dem Vorwurf, der Einzelhandel sei nur um seine Pfründe besorgt und bekämpfe deshalb das ECE-Center, tritt Rauschen jetzt mit einem eigenen Entwurf und einem Konzept zur Aufwertung der Fußgängerzone entgegen. Denkbar sei, dass L+ T " bis 2010 oder 2011" den hinteren Bereich zur Hase und zur Herrenteichstraße bebaue. Das Zentrum würde den derzeitigen L+ T-Komplex abrunden und etwa 10.000 Quadratmeter neue Verkaufsfläche schaffen. Das Unternehmen wäre sogar bereit, die erst vor wenigen Jahren fertig gestellten Gebäudeteile der Warenanlieferung und - auszeichnung abzureißen, um Platz zu schaffen. 10.000 Quadratmeter neue Fläche - das wäre ein Maß, das Osnabrück gut tun würde, sagt Rauschen.

Planung und Konzeption würde Rauschen Profis überlassen. " Wir verstehen nur etwas von Textilien, nicht von anderen Sortimenten", sagt er. Dennoch: Das Haus L+ T würde auf jeden Fall die Fäden in der Hand halten und das Center selbst betreiben wollen. Rauschen: " Es ist einfacher, wenn man Herr im eigenen Haus ist."

Wer als Mieter infrage kommt, ist noch offen. Rauschen schwebt unter anderem " eine Art Markthalle" vor, wie es sie in der Großen Straße gegeben hat. Von Tageslicht beleuchtete Passagen sollen die Kundenströme von der Fußgängerzone aufnehmen und durch das Center leiten. Ein Knackpunkt ist die Zufahrt. Unklar ist, ob der Pkw-Verkehr über Möserstraße und Herrenteich geführt werden kann.

Vier Punkte für die Zukunft der City

Die Center-Pläne sind im Kern die konsequente Fortsetzung älterer Entwürfe. Das Textilkaufhaus Lengermann und Trieschmann hat in den vergangenen Jahrzehnten Schritt für Schritt expandiert. Gebäude links und rechts des Stammsitzes wurden gekauft oder gepachtet und in das Geschäft integriert. Auch die Flächen, die für ein Einkaufscenter infrage kämen, sind bereits " für die Firma planbar", wie Rauschen sagt. Darunter ist das Grundstück des Wilhelmstifts der Thuiner Franziskanerinnen, das auf dem Parkplatz gegenüber der Ursulaschule in etwa zwei Jahren einen Neubau erhalten soll.

Das L+ T-Center ist nur ein Aspekt eines Vier-Punkte-Programms, mit dem die City-Kaufmannschaft der Herausforderung durch ECE begegnen will. Punkt zwei ist: Überdachung eines Teils der Großen Straße. Entsprechende Pläne wurden schon in den neunziger Jahren diskutiert. Die Kaufmannschaft biete an, die Hälfte der Kosten zu übernehmen, sagen Dieter Rauschen als Vorsitzender des City-Marketings (OCM) und Peter Wüsthoff für die Werbegemeinschaft Große Straße.

Punkt drei: Verstärkung des " heute schon oberfabelhaften City-Marketings" (Rauschen). Die Aktionen sollen sich an potenzielle Kunden im Emsland und in der Grafschaft Bentheim richten.

Punkt vier: Mit der Bildung von so genannten Standortgemeinschaften (Fachbegriff: business improvement districts) soll die Innenstall städtebaulich aufgewertet werden. Das Konzept stammt aus den USA und sieht vor, dass Hauseigentümer gesetzlich gezwungen werden können, ihre Immobilien zu renovieren und den städtebaulichen Ansprüchen des jeweiligen Viertels anzupassen.

EIN GLÄSERNES DACH für die Große Straße? Die Kaufmannschaft wäre bereit, die Hälfte der Kosten zu übernehmen.

Zeichnung: Plan und Concept

PLATZ GENUG wäre zwischen der Hase und dem L+ T-Gebäude für ein Einkaufszentrum mit 10.000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Am rechten Bildrand ist das Wilhelmstift zu sehen, das in etwa zwei Jahren einen Neubau an der Kleinen Domsfreiheit beziehen soll. Das Pläne sind nur realisierbar, wenn das ECE-Center am Neumarkt nicht gebaut wird. Foto: Gert Westdörp
Autor:
Wilfried Hinrichs


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