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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Fußgänger wollen oben gehen
Zwischenüberschrift:
Neumarkt: Arbeitskreis fordert weitere Überwege - Plädoyer für ECE-Zentrum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück (jan) Drei weitere Fußgängerüberwege auf dem Neumarkt: Dafür setzt sich der Arbeitskreis Stadtplanung der Lokalen Agenda 21 ein. Die Sprecher Rolf Brinkmann und Wolfgang Heemann fordern zudem mit Nachdruck, kein Geld mehr in eine aufwändige Sanierung des Tunnels zu stecken.

" Wir haben den Eindruck, dass hier einiges schief läuft", sagte gestern Rolf Brinkmann im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Politik sollte sich konsequent vom Neumarkttunnel verabschieden, der ein " völlig veraltetes Konzept der sechziger Jahre" sei. Wolfgang Heemann wies darauf hin, dass zunehmend sowohl in der Unterführung als auch zu ebener Erde Ladenflächen leerstehen und sich die Passantenströme aufteilen: " Das wird auf Dauer nicht funktionieren."

Da die Erfahrung gezeigt habe, dass die meisten Fußgänger oben gehen wollen, hält der Arbeitskreis im ersten Schritt drei neue Überwege für erforderlich. So könne der Neumarkt auch in den Randbereichen belebt werden. Die Forderung geht dahin, dass Passanten die Straße zwischen Modehaus Krüger und Taxistand sowie zwischen Oever de Hase und Café Coppenrath überqueren können, außerdem den Kollegienwall am Landgericht. Die neuen Überwege würden Rundläufe ermöglichen, auch Richtung Kamp-Promenade, erklärten die beiden Arbeitskreis-Sprecher: " Passanten wollen nicht immer nur in eine Richtung und zurück gehen."

Im Tunnel selbst sollte nur provisorisch etwas gemacht werden, um dort Platz für eine Fahrradgarage mit Werkstatt, Lagerräume und eine Gepäckaufbewahrung zu schaffen. Die Geschäfte und Gewerbebetriebe sollten sich oben ansiedeln.

Für den Arbeitskreis Stadtplanung bleibt es das langfristige Ziel, den Neumarkt verkehrsfrei zu gestalten. Derzeit gebe es hier zu viel brachliegenden Immobilienbesitz. Nach Ansicht von Wolfgang Heemann ist daran der starke Durchgangsverkehr schuld. Das Beispiel anderer Städte zeige, dass es möglich sei, zentrale Plätze für Autos zu sperren.

Rolf Brinkmann vertrat gestern noch einmal die Meinung, dass ein Shopping-Center im Landgericht eine " Riesenchance" für die gesamte Innenstadt sei. Die Entwicklung am Neumarkt könne dadurch beschleunigt werden, die Johannisstraße werde gestärkt, und ein neuer Kundenstrom könne angezogen werden. Die Industrie- und Handelskammer hatte ermittelt, dass die Innenstadt in den vergangenen Jahren 100 Millionen Euro an Kaufkraft verloren hat.

Nach Informationen des Agenda-Arbeitskreises steht der Investor ECE weiterhin in Verhandlungen mit dem Justizministerium. Es werde um den Kaufpreis gepokert.

DERZEIT IST FÜR Fußgänger zwischen Oever de Hase und Café Coppenrath ein Überqueren der Fahrbahn unmöglich. Der Arbeitskreis Stadtplanung fordert hier und an zwei anderen Stellen einen Überweg.
Foto: Gert Westdörp
Autor:
jan


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