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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die alte Dame ist jetzt im Gleisbau
Zwischenüberschrift:
Osnabrück war Hochburg der Diesellok - Nur noch zehn Loks bundesweit
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die alte Dame ist jetzt im Gleisbau

Osnabrück war Hochburg der Diesellok - Nur noch zehn Loks bundesweit

Osnabrück Zu ihren Einsatzzeiten bevölkerten mehrere hundert Lokomotiven der Baureihe V 100, jetzt 212 genannt, die Gleise in ganz Deutschland. Heute sind noch zehn übrig, und auch diese letzten " Überlebenden" sind am Sonntag in Rente gegangen. Dies gilt zumindest für den Güter- und Personenverkehr.

Mit der turnusmäßigen Umstellung des Fahrplans der Deutschen Bahn sind am Sonntag gleich zwei Epochen zu Ende gegangen. Neben der Triebwagenbaureihe 624 (wir berichteten) erwischte es auch die 212er-Dieselloks. Damit endet ein Stück Osnabrücker Zuggeschichte, denn immerhin drei der zehn im Einsatz befindlichen Triebwagen waren zuletzt an der Hase beheimatet.

Die Schlussetappe einer Karriere, die mit einem Prototypen im Jahr 1958 begann, dem wiederum 744 Nachkömmlinge folgten, führte die alte Dame noch einmal ins nahe Hannover gelegene Seelze. Zahlreiche Eisenbahnfreunde waren am Samstag gekommen, um Lebewohl zu sagen und letzte Erinnerungsfotos zu machen. Der größte Fan der Baureihe 212 sitzt aber wohl im Führerhaus. Andreas Mohrarend fährt die 1350 PS starke Maschine seit 1987. Er habe die im Gegensatz zu den Elektroloks unterlegene, aber sehr zuverlässige Dieselmaschine lieben gelernt. " In der letzten Zeit habe ich bestimmt 90 Prozent der Fahrten mit ihr gemacht." Und wenn mal wieder Lokmangel herrschte, dann habe er sich persönlich beim Lokdienst in Hannover dafür eingesetzt, dass die 212 einspringen konnte. " Die haben ihr das nicht mehr zugetraut, aber es hat immer alles geklappt."

Doch auch damit ist es jetzt vorbei. Ein Trost für Mohrarend mag sein, dass ein Großteil der letzten Mohikaner wohl nicht stillgelegt, sondern im Gleisbau eingesetzt wird. So kann die mit einem Dampfkessel ausgestattete Diesellokomotive dann doch noch beweisen, dass sie eigentlich noch nicht zum alten Kisen gehört.

ZUM LETZTEN MAL UNTER DAMPF: Andreas Mohrarend hat sich zum Abschied seiner geliebten Diesellok 212 fein gemacht. Für den Dampf der Diesellok sorgt übrigens ein Kessel.

Foto:
Elvira Parton
Autor:
hpet


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