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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Sparkasse holt Platz 5 aufs Siegertreppchen
Zwischenüberschrift:
Bürgerbeteiligung für Planänderung an der Möserstraße - Kritik an "Schießscharten-Fassade"
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Originaltext:
Sparkasse holt Platz 5 aufs Siegertreppchen

Bürgerbeteiligung für Planänderung an der Möserstraße - Kritik an " Schießscharten-Fassade"

Osnabrück Spott ja, Begeisterung nein: Mit dem geplanten Büro- und Geschäftshaus der Sparkasse an der Möserstraße tut sich der Stadtentwicklungsausschuss schwer. Aber er legt der Sparkasse keine Steine in den Weg. Gestern begann die Bürgerbeteiligung für eine Planänderung. Ohne die gibt es keine Baugenehmigung.

Vier Stockwerke darf die Sparkasse nach den gültigen Plänen auf dem Carree errichten. Doch mit sechs Geschossen wollen die Architekten aus dem Planungsbüro Rohling pbr die Ecke an der Wittekindstraße betonen. Dafür muss der Bebauungsplan geändert werden. Eigentlich eine Formsache, zumal Stadtbaurat Jörg Ellinghaus vor dem Stadtentwicklungsausschuss betonte, die Baumassen seien " in Ordnung".

Ellinghaus äußerte seine Zufriedenheit, dass " diese städtebauliche Lücke ersten Ranges" geschlossen werde. Von dem Büro- und Geschäftshaus gehe ein positiver Impuls aus, und es sei eine gute Sache, mehr Raum für Fußgänger zu schaffen. In einem Punkt brachte der Stadtbaurat jedoch seine Enttäuschung zum Ausdruck: Was da geplant werde, sei anders als der 1. Preis des Architektenwettbewerbs und nicht mit der Stadt abgestimmt. Die Sparkasse habe einen aufwändigen Architektenwettbewerb veranstaltet, aber dann das Ergebnis annulliert.

Anders als Ellinghaus übten sich die Politiker nicht in diplomatischer Zurückhaltung. Von einer " Schießscharten-Fassade" sprach der FDP-Politiker Thomas Haarmann. Die Stadt müsse darauf drängen, dass ein architektonischer Akzent gesetzt werde, was man von den Nachbargebäuden, der Post und Galeria Kaufhof, leider nicht sagen könne.

Sabine Bartnik von den Grünen nannte die Architektur " kein städtebauliches Highlight", und der SPD-Politiker Ulrich Hus gab zu bedenken, die Planänderung abzulehnen. Doch so weit wollte der Ausschuss nicht gehen. Mehrheitlich sprach er sich für das Verfahren mit der Bürgerbeteiligung aus.

Die Sparkasse will möglichst schnell mit dem Bau beginnen. In den vergangenen Wochen hat sie das Grundstück abräumen lassen. Jetzt hofft sie auf eine baldige Baugenehmigung. Realisiert werden soll der Entwurf des Osnabrücker Planungsbüros Rohling pbr, der beim Wettbewerb im April 2002 auf Platz 5 (von 54) gekommen war. Auf dem Siegertreppchen stand damals das Detmolder Architektenteam Prof. Dr. Schneider + Co. Dessen Entwurf sei wirtschaftlich nicht tragbar gewesen, erklärte Sparkassen-Sprecher Johannes Rahe gestern gegenüber unserer Zeitung.

Der Änderungsentwurf für den Bebauungsplan Nr. 248 (Möserstraße/ Wittekindstraße) liegt im Fachbereich Städtebau (Dominikanerkloster, Hasemauer 1) öffentlich aus. Im Internet ist der Entwurf unter www.osnabrueck.de zu finden. Bis zum 7. Dezember nimmt der Fachbereich Städtebau Stellungnahmen entgegen. Sie fließen in das anschließende Verfahren ein.

MARKANTE SPITZE: Sechs Stockwerke sollen das Büro- und Geschäftshaus an der Möserstraße auftrumpfen lassen, allerdings nur an der Ecke. Dafür muss der Bebauungsplan geändert werden. Der übrige Baukörper ist viergeschossig. Zeichnung: pbr

MIT DER ARCHITEKTUR IN GUTER GESELLSCHAFT? Der neue Sparkassenbau will ein Pendant zum Postgebäude und zur Wabenfassade von Galeria Kaufhof bilden. Fotos: Gert Westdörp
Autor:
rll


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